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Posts from the ‘Allgemein’ Category

Bis zu 200 Nachrichten pro Tag – Schon Grundschüler sind gestresst von Smartphones – Workshop zur Prävention

Dezember 8th, 2017

Astheimer

Medienkompetenz Kelsterbach Astheimer KTS

Kelsterbach (mki). Eine Woche lang die blauen Häkchen und damit die Lesebestätigung der WhatsApp-Nachrichten auf ihrem Smartphone ausschalten: Diese Hausaufgabe hatte die Klasse 4d der Karl-Treutel-Schule bekommen. Einige nutzten die Aufgabe, um ihr Handy sogar mal einen Tag gar nicht in die Hand zu nehmen: „Am nächsten Tag hatte ich 200 Nachrichten auf dem Handy“, berichtete ein Schüler von den vielen empfangenen Smileys und Kettenbriefen. „Das nervt, vieles lese ich dann gar nicht.“ Andere Schüler gaben zu, dass sie von dem ständigen Aufblinken und Bimmeln des Handys abgelenkt oder sogar gestresst seien.

In die nunmehr zweite Runde ging das Projekt „Sicher am Handy und im Internet“ zur Stress- und Suchtprävention. Bereits im letzten Jahr hatte es an den beiden Grundschulen – der Bürgermeister-Hardt-Schule (BHS) und Karl-TreutelSchule (KTS) – Workshops zum Thema gegeben.

„Das ist in diesem Alter leider schon relevant – da kommen nämlich die Ersten mit Tablet und Spielkonsole, später auch mit dem Handy in Berührung“, sagte Jörg Astheimer, der zusammen mit Lehrerin Andrea Specht das Medienkompetenz-Programm an den beiden Grundschulen entwickelte.„Ab der dritten Klasse fängt es mit den Handys an – Handy meint heute nicht mehr Tastenhandys, sondern internetfähiges Smartphones“, so Astheimer, der feststellte, dass schon über die Hälfte der Schüler in der vierten Klasse ein eigenes Smartphone besitzt. Während der letzten Workshop-Stunde in der Klasse 4d der KTS wurden unter anderem Themen wie die Nachrichtenfunktion auf WhatsApp sowie die unbeaufsichtigte Nutzung vom Videodienst YouTube behandelt.

Längst nutzen die Kinder das Smartphone nicht mehr zum Telefonieren, sondern schauen sich vor allem Videos an und spielen Spiele. „Die Kinder nennen es ‚Suchten‘“, berichtete Astheimer. Dabei spielen sie mehrere Stunden am Tag ein Spiel oder sind anderweitig im Internet und am Handy unterwegs – und das zum Teil auch nachts. Eine Umfrage in den Klassen ergab, dass 80 Prozent der Kinder ihre Smartphones mit ins Bett nehmen. Astheimer appelliert an die Eltern, den Umgang mit den Smartphones zu kontrollieren: „In der Nacht sollte es auf jeden Fall weg, auch muss man für den Tag begrenzte Zeiten vereinbaren.“ Einige der Kinder berichteten auch von Spielen ab 18 Jahren, die ihnen durch Freunde und Verwandte zugänglich gemacht werden. „Die Spiele mit Altersbeschränkung haben einen Grund: Sie zeichnen sich durch ihre Brutalität aus, es wird geschossen und Leute getötet“, erklärte Astheimer, der die Kinder davor schützen möchte.

Welchen Risiken sich die Kinder am Smartphone aussetzten, wurde auch beim Thema Online-Spiele deutlich. Dabei können die Kinder mit einem selbst gestalteten Avatar mit anderen Spielern agieren und sogar chatten. „Einige haben damit schon Erfahrungen gemacht und wurden zum Teil sogar von Fremden angeschrieben“, so Astheimer. Der Experte gab zu bedenken, dass sich nicht nur andere Kinder in den Online-Spielen aufhalten. „Dabei sollte man gleich die Eltern um Hilfe rufen und ihnen alles zeigen, wenn einem etwas komisch vorkommt.“ Um solche Dinge festzuhalten, zeigte Astheimer, wie man einen Screenshot vom Bildschirm anfertigt. Außerdem gab er den Tipp, dass die Kinder im Internet nie ihren richtigen Namen angeben, sondern nur Spitz- und Fantasienamen nutzen sollen. Auch sollten die Kinder auf keinen Fall ein Bild von sich verwenden.

Vom Handy-Projekt, finanziert durch die Krankenkasse BKK-VBU, ist auch Klassenlehrerin Verena Dietz begeistert: „Vieles, was Herr Astheimer den Kindern vermittelt, habe ich selbst nicht gewusst“, so Dietz. „Im Unterricht dürfen die Kinder ihr Handy eigentlich nicht dabei haben. Wenn es doch mal klingelt, wird es eingesammelt.“ „Wieso brauchen wir eigentlich schon ein Smartphone“, fragte eine Viertklässlerin. Auf diese Frage fand Jörg Astheimer keine Antwort – denn eigentlich braucht man in diesem Alter noch keines. „Kinder vermissen es nicht, wenn sie kein Handy haben“, so Astheimer.

Am heutigen Donnerstag, 30. November, finden zwei Elternabende zum Thema in der Aula der KTS statt. Für Eltern der 4. Klassen geht es um 18.30 Uhr los. Im Anschluss um 20 Uhr sind Eltern der Klassen 1 und 2 eingeladen.

Text und Foto: Kriewitz, Freitagsazeiger, 30.11.2017, S. 15

Eine Weihnachtsgeschichte für die Selzerbachschule in Karben

Dezember 6th, 2017

Astheimer

Astrid lindgren weihnachten

In der letzten Woche vor Weihnachten wird Jörg Astheimer noch Mal eine Weihnachtsgeschichte mit auf den Weg nehmen und in der Selzerbachschule in Karben zu Besuch sein. Für alle Schülerinnen und Schüler gilt es, ein paar Minuten abzuschalten und die Schulwoche mit einer Geschichte zu beginnen.

Jedes Jahr organisiert die Selzerbachschule im Dezember kleine Lesungen, mit denen die Kinder auf Weihnachten eingestimmt werden. Nachdem die letzten Monate auch bei uns vor allem medial bestimmt waren und digitale Kindermedien im Vordergrund standen, freuen wir uns schon darauf abzuschalten und eine schöne Weihnachtsgeschichte zu erzählen.

Pressegespräch mit Jürgen Schenk von der Wetterauer Zeitung über Digitale Medien und Kinder

Dezember 4th, 2017

Astheimer

Unsere Workshops und Vorträge, die wir zwischen den Herbst- und Winterferien an verschieden Schulen in der Region gehalten haben, runden wir nun mit einem Pressegespräch mit der Wetterauer Zeitung ab. Jürgen Schenk wird zu Besuch bei uns sein und mit Jörg Astheimer über die Herausforderungen für Eltern und Kinder sprechen, um mit digitalen Medien als Schüler gesund umzugehen.

Da die Zusammenarbeit mit Vertretern der Krankenkasse (BKK VBU), Schulleitungen, Schulsozialarbeit, Lehrerinnen/Lehrern und der Caritas als Träger der Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat, ist ein umfangreicher Eindruck entstanden, wie Grundschulkinder gegenwärtig mit Smartphone und Tablet aufwachsen, welche Risiken sie begleiten und wie man sie unterstützen kann..

Wunschbaum-Aktion in Karben mit 93 Weihnachswünschen

Dezember 1st, 2017

Astheimer

X-mas Green Christmas Holiday Christmas Tree Xmas

Die Adventszeit hat für uns mit einer gemeinwohlorientierten Arbeit begonnen – als Akteure der Bürgerstiftung „Unser Karben“. In Karben gibt es seit mehreren Jahr die Wunschbaum-Aktion in der Adventszeit.

Wer Bedürftig ist, darf Weihnachtswünsche äußern und bekommt diese von anderen Karbenern erfüllt.  Es ist ein kleiner Beitrag, dass Kinder und Erwachsene, die sich aus eigener Kraft die Wünsche nicht selbst erfüllen können, eine Chance darauf haben. Mehr als das, ist es auch ein Zeichen dafür, über die Adventszeit hinaus 2018 noch mehr gegen Armut und soziale Ungleichheit zu unternehmen.

Aktiv mit gestaltet hat den Wunschbaum vor allem Astrid Rüger von der Stadt Karben, die wir bei dieser Gelegenheit kennenlernen durften. Über eine längere Zeit haben die Kinder der KITA Märchenexpress Namensschilder gebastelt und dabei auch erfahren, was es bedeutet, wenn Menschen sich ihre Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen können.

Einen sehr schönen Bericht von Dennis-Pfeiffer-Goldmann über die Aktionen mit O-Tönen der beteiligten Kinder findet man in der Bad Vilbeler Neuen Presse vom 02.12.2017.

Vortrag für Eltern und Lehrerinnen in der Kurt-Schumacher-Schule in Karben

November 25th, 2017

Astheimer

01: “Die technische Entwicklung stellt uns im Schulalltag vor neue Herausforderungen“: Ursula Hebel-Zipper, Rektorin der Kurt-Schumacher-Schule.

02+03: Spricht über Medienkompetenz: Medienwissenschaftler Jörg Astheimer.

04: Blick auf das eigene Nutzerverhalten: Beim Vortrag in der KSS-Aula lernen auch die Eltern noch den ein oder anderen Tipp im Umgang mit ihrem Smartphone.

05+06: Medienkompetenz praxisnah: Medienwissenschaftler Jörg Astheimer fordert die Eltern auf, selbst in die Welt der Apps einzutauchen - und verrät noch unbekannte Tricks.

Ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern beim Elternabend an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben. Den Start haben wir Anfang des Jahres an der Schule mit einer Lehrerinnen-Fortbildung gemacht, auf die nun ein Vortrag mit Infos und Handlungsempfehlungen für Eltern folgte.

Jana Kötter war mit dabei und hat einen Bericht über den Vortrag von Jörg Astheimer für die Bad Vilbeler neue Presse (20.11.2017) verfasst.

Ein Baby, Windeln tragend, es kann sich kaum selbstständig im Sitzen halten. Selig lächelt es im weißblauen Licht des Smartphones, tippt auf dem Display herum – und fängt herzzerreißend an zu brüllen, wenn die Mutter dem Kleinstkind das Handy aus der Hand nimmt. Als Ursula Hebel-Zipper das kurze Video zeigt, lachen einige verhalten. Viele der Eltern kennen solche Szenen auch mit ihren Kindern, auch wenn diese in der fünften und sechsten Klasse sind.

„Medienbildung ist zum absoluten Muss geworden“, betont die Rektorin der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) die Notwendigkeit, wie sie sagt, zum Vortrag über Medienkompetenz zu laden. Auch im Schulalltag selbst: „Die technischen Errungenschaften haben uns in den vergangenen Jahren immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.“

Eher Ranzen vergessen

Wie diese Herausforderungen aussehen, das wissen auch die Eltern. Rund 70 Mütter, Väter und Lehrkräfte sind der Einladung in die Aula gefolgt. „Mein Sohn würde eher seinen Ranzen vergessen als sein Smartphone“, sagt der Vater eines 13-Jährigen. Eine andere Mutter berichtet von Mobbing im Klasse-Chat: Das Opfer ist der einzige Junge, der in der fünften Klasse noch kein Handy hat. Medienwissenschaftler Jörg Astheimer kennt all diese Probleme.

Er will Eltern und Lehrkräfte daher zeigen, wie sie das Aufwachsen mit der Technik begleiten und in gesunde Bahnen lenken können. Eine erste Fortbildung für Lehrkräfte der KSS hat dazu bereits stattgefunden, seit Anfang des Schuljahrs arbeitet die Schule explizit am Thema Medienkompetenz und hat dazu sogar eine einige Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.

Laut Hebel-Zipper ist es bei dem Thema wichtig, dass Eltern und Schule „Hand in Hand“ gehen, wie er sagt. Doch gerade für die Eltern ist das kompetente Begleiten ihrer Schützlinge nicht immer einfach, weiß Medienprofi Astheimer. „Mit 13 kennen Ihre Kinder das Smartphone besser als Sie. Das ist für Sie keine einfache Situation.“ Tatsächlich bestätigt sich im Dialog mit den Zuhörern schnell, dass der deutliche Großteil der Kinder mit Eintritt in die fünfte Klasse ein eigenes Handy bekommen hat. Die beliebtesten Apps: WhatsApp, Youtube, Snapchat, aber auch Spiele wie Minecraft.

Wird diese Mediennutzung nicht begleitet, sind die Folgen oft drastisch: Stress, das Gefühl immer erreichbar sein zu müssen, Auswirkungen auf Schulnoten und Folgen für die Gesundheit. „Die Kids merken das selber und fühlen sich bereits früh gestresst“, weiß Astheimer aus zahlreichen Workshops an verschiedenen Grundschulen. Eins von zehn Kindern sei suchtgefährdet, sagt der Experte mit Verweis auf Studien.

Selbst entscheiden

Den Eltern gibt er daher konkrete Tipps an die Hand – etwa sollten Geräte wie Smartphones und Tablets niemals nachts im Kinderzimmer verfügbar sein. Bei der empfohlenen Zeit gibt es hingegen keine einfache Faustregel. Wie viel Handy am Tag gut ist, das muss letztlich aber jede Familie selbst entscheiden. Astheimers Meinung? „Wenn ich eine elfjährige Tochter hätte, würde ich am Tag nicht mehr als eine Stunde erlauben.“

Kompliziert wird es auch bei der Rolle der Eltern: Sie müssen Ansprechpartner bleiben, dürfen den Kontakt zu den Schützlingen nicht verlieren. Ziel ist eine vertrauensvolle Beziehung, in der Kinder – wenn doch mal etwas schief läuft – sich an die Eltern wenden können. Von Überwachung, etwa durch Protokollierung der besuchten Internetseiten, rät der Profi ab. Sich selber Profile in sozialen Medien anzulegen, um die Welt des eigenen Kindes verstehen zu können, sei hingegen ein sinnvoller Schritt. „Seien Sie der Co-Pilot Ihres Kindes“, rät Astheimer.

Ganz wichtig, betont er, sei die Vorbild-Funktion der Eltern. Eifrig schreiben einige von ihnen mit – und ja, einige tippen zwischendurch auch auf ihrem Smartphone. Dass beim gemeinsamen Essen das Handy Tabu ist oder im Urlaub handyfreie Zeiten eingelegt werden, sei wichtig um vorzuleben, dass man nicht immer erreichbar sein muss. Und, so fügt er noch hinzu, „fördern Sie alles, was nichts mit dem Handy zu tun hat!“ Und dann lobt Astheimer die Klänge der Schulorchester-Probe, die aus dem Nebenraum der Aula zu hören sind.

Quelle: Bad Vilbeler Neue Presse, 20.11.2017  Text und Bild: Jana Kötter

 

Fragen zu Online-Medien aus Elternsicht in der 5. und 6. Klasse

November 10th, 2017

Astheimer

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Aus Kindern werden Jugendliche, die sich mit Smartphones, Tablets und Spielkonsolen vernetzen, Online für bestimmte Dinge interessieren und ihre eigene Persönlichkeit entwickeln. Sie nutzen WhatsApp, Instagram, Snapchat,  Youtube – und überlassen Facebook gerne ihren Eltern.

Welche Fragen sind eigentlich aus Elternsicht in der 5. und 6. Klasse von Relevanz. Wir haben einige zusammengetragen. Als Eltern könnten Sie sich fragen

  • Was sind eigentlich die Lieblings-Apps ihrer Kinder?
  • Kennen Sie diese? Und: wie stehen Sie dazu?
  • Wissen sie, was Ihre Kinder auf Youtube schauen, welchen Internet-Vorbildern sie nacheifern und was sie nachahmen?
  • Was halten sie von deren Beauty-, Lets Play-, Prank-, Life-Hack- und Challenge-Videos?
  • Haben Sie für sich geklärt: Was machen Ihre Kinder Online auf eigene Faust? Und: wo sind Grenzen oder Unterstützung notwendig?
  • Geben sie zum Beispiel Apps noch vor?
  • Welche zeitlichen Grenzen sollten sie setzen?
  • Welche Software gibt es, um Zeiten, Apps und Inhalte als Eltern vorzugeben?
  • Wann beginnt eigentlich Medien-Stress und -Sucht?
  • Und was sind die schulischen und die privaten Auswirkungen davon?
  • Welche Medienkompetenzen bereiten wiederum ihr Kind auf die berufliche Zukunft vor?
  • Wie begegnen sie als Eltern eigentlich dem Stress von WhatsApp-Klassengruppen?
  • Klären und regulieren ihre Kinder untereinander, was im WhatsApp-Chat geht und was nicht?
  • Was machen Sie, wenn sich ihre Kinder via Youtube oder Musical.ly der Welt präsentieren wollen?
  • Was sollten ihre Kinder auf Instagram besser nicht von zeigen?
  • Wie gehen sie vor, wenn zum Beispiel aus Streit und Ausgrenzung Mobbing wird?
  • Kann sich ihr Kind eigentlich online selbst behaupten, zur Wehr setzen? Kann es anderen helfen?
  • Wo ist hinschauen gefragt und wo braucht ihr Kind Eltern, die auch Mal wegsehen?
  • Anders gesagt: Wo müssen Sie ihr Kind schützen oder wo seine Privatsphäre achten?
  • Wie reagieren sie bspw. wenn ihr Sohn Snappchat zum „sexting“ mit der Klassenkameradin benutzt?
  • Wie verhalten sie sich, wenn ihr Kind im Netz Gleichgesinnte zu Suizid oder Magersucht/Anorexie sucht und findet?
  • Was ist eigentlich, wenn ihr Kind oder andere Kinder Online bedroht oder sexuell belästigt werden?
  • Wie verhalten sie sich, wenn sie erfahren, dass Freunde ihrer Kinder Online gefährdet sind?
  • Warum ist eigentlich ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrem Kind angesichts der genannten Punkte wichtig?
  • Schaffen Sie es, immer Ansprechpartner zu bleiben?
  • Und darüber hinaus: Wie kommen sie bei all den genannten Punkten mit anderen Eltern eigentlich auf einen gemeinsamen Nenner?
  • Last but not least: Wer hilft ihnen und/oder ihrem Kind eigentlich seitens der Schule?

Unterstützung sozialer Teilhabe von Jugendlichen des Berufsbildungswerks

November 3rd, 2017

Astheimer

Teilhabe

Das Thema soziale Teilhabe stand für die Bürgerstiftung „Unser Karben“ in diesem Monat mit auf der Tagesordnung. Karben beherbergt das Berufsbildungswerk (bbw) Südhessen, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Ausbildung in mehr als 30 Berufen bietet.

Gemeinsam mit Carmen Bergmann und Tobias Vogeler vom bbw haben wir in der Stiftung über Wege gesprochen, um den Jugendlichen des BBWs den Zugang zu Karbener Vereinen zu erleichtern. Sport und Kunst erschienen uns als zwei wichtige Handlungsfelder, die für die Jugendlichen noch stärker erschlossen werden sollten. Dabei war uns wichtig, nicht nur finanzielle Lösungen im Auge zu haben, sondern auch soziale. So sollte bspw. bei Sportvereinen und Übungsleitern eine Offenheit gegenüber einer Teilhabe der Jugendlichen bewusst gefördert werden.

Aber auch die finanzielle Seite gilt es zu beachten. So wäre es hilfreich, wenn die meisten Vereine Lösungen anbieten würden, damit alle Jugendlichen – auch unabhängig von der finanziellen Ausstattung des Elternhauses – über einen längeren Zeitraum eine Sportart probieren könnten. Hierzu hat das BBW mit einigen Vereinen bereits Paket-Lösungen erarbeitet.

Ebenso wichtig für die Entwicklung der Jugendlichen ist das Thema Kunst. Hier konnte am Abend bereits eine Verbindung zur Karbener Künstlerinitiative e.V. (KKI) hergestellt werden, für die Peter Mayer  Auch hier steht im Vordergrund, dass die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, über Kunst neue Erfahrungen und Kontakte jenseits des BBWs zu machen. Da die KKI im kommenden Jahr ein Projekt im Bereich der Kunstvermittlung verwirklichen möchte, konnten sofort Anknüpfungspunkte gefunden werden. Eine Zusammenarbeit ist vor allem deswegen naheliegend, da das Kunstprojekt im Rahmen des hessischen Förderprogramms „Kulturkoffer“ nun eine Gruppe mit erschwerten Bildungs- und Teilhabechancen Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur ermöglicht.

Es freut mich, dass die Stiftung damit einen ersten Schritt zur Förderung sozialer Teilhabe gemacht hat.

Treffen Fokus-Gruppe Medienkompetenz

Oktober 20th, 2017

Astheimer

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Am ersten Tag der Herbstferien gab es ein Wiedersehen mit einer Gruppe von Jugendlichen in der Kelsterbacher Karl-Treutel-Schule. Andrea Specht war mit von der Partie, die alle Projekte mit uns entwickelt. Von den ehemaligen Grundschülern trafen wir Luca, Zacharias, Ben und Mehmet, die nun nach einem Jahr zum ersten Mal wieder zusammengekommen sind.

Die vier haben 2016 an mehreren Workshops von uns teilgenommen. Beim Wiedersehen hatten sich alle sich viel zu erzählen, WhatsApp-Neuheiten auszutauschen und Youtuber anzuschauen. Es gab selbst gemachte Skins von Minecraft zu bestaunen und eine Online-Umfrage über die Klassenkameraden zu beantworten, die uns alle gefesselt hat.

Wir wollten wissen, wie es bei Ihnen nach den Workshops im 4. Schuljahr weitergegangen ist. Was waren Ihre Erfahrungen und Erlebnisse? Was können sie anderen Schülern und Eltern empfehlen? 

In einem waren sich alle einig. Man müsse die Eltern unbedingt darüber aufklären, die Kinder in den Zeiten zu beschränken. So berichtete Zackarias, wie er es aufgrund eines handy-freien Monats geschafft hat, sich zu konzentrieren und zu lernen, was ihm schließlich sogar zu einen Preis beim Schulwettbewerb verhalf. Wie er schildern viele Kinder positive Erfahrungen – Schlüsselerlebnisse, die sie während handy-freien Zeiten gemacht haben. Doch auch die Kehrseite ist bekannt. Alle kennen abschreckende Beispiele von Kindern, die sich abschotten und mit Chips und Cola ihre Zeit vor Computerspielen verbringen.

In solchen Zusammenhängen fällt natürlich das Schlagwort Sucht und den meisten Kindern fällt augenzwinkernd jemand ein, der Mal „gesuchtet“ (O-Ton der Schüler) hat, aber mittlerweile wieder davon losgekommen ist. Alle Kinder aus unserer Fokus-Gruppe weisen den Eltern die Verantwortung zur Regulierung zu. Sich Grenzen beim Medienkonsum selbst zu setzen, sei den Kids kaum möglich. Grenzen ja – aber auch Flexibilität sei gefordert. Ein Spiel soll man zu Ende spielen und ein Youtube Video auch zu Ende schauen dürfen. Da ist man sich einig.

Reportage der Frankfurter Rundschau über die Mentor Leselernhilfe in Karben

November 15th, 2016

Astheimer

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Unsere Leselernhelfer in Karben hatten Besuch von der Frankfurter Rundschau. Andreas Groth berichtet in seiner Reportage, die heute im Rhein-Main-Teil erscheint, aus einer Lernhilfestunde an der Pestalozzischule in Groß-Karben.

Die Mentorinnen und Mentoren helfen den Kindern lesen zu lernen – allerdings ohne Leistungsdruck, um den Kindern auch die grundsätzliche Freude am Lesen zu vermitteln.

Zum Beitrag der Frankfurter Rundschau

Wer selbst in Karben oder in einem anderen Ort Lesementorin oder Mentor werden will, kann sich über uns gerne direkt mit Jörg Astheimer in Verbindung setzen.

E-Mail: mentor@asheimer.net

 

 

Cyberkrank – Im Dialog mit Manfred Spitzer

Oktober 5th, 2016

Astheimer

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Manfred Spitzer war heute zu Gast in Kelsterbach, was uns die Gelegenheit bot, ihn nach seinem Vortrag persönlich zu sprechen. Spitzer ist für seine kritische Sichtweise digitaler Medien bekannt, die er prominent in seinen Büchern „Digitale Demenz“ und „Cyberkrank“ darlegt. In seinem Vortrag ging es nun um die Risiken der Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche. 

Vieles von dem, was Spitzer am heutigen Abend an Forschungsergebnissen ausbreitete, überzeugte. Klar: Ein allgemeines Smartphone-Verbot an einer Schule führt zu einer Verbesserung der Schulnoten. Nichts anderes ist beim Verzicht auf eine Playstation zu erwarten. Der Besitz einer Spielkonsole führt zur Verschlechterung in der Schule. Spitzer zieht aus den Studien die Konsequenz, dass Kinder so wenig digitale Medien wie möglich nutzen sollten. Eine wichtige Empfehlung, die man auf jeden Fall allen Eltern weitergeben kann.

Über einen positiven Nutzen digitaler Medien für Kinder und Jugendliche konnte man an diesem Abend nicht sprechen. Das war aber auch nicht das Thema. Dennoch: die Studien, die Spitzer im Gepäck hatte, machten ebenso deutlich, dass es auch Schüler gibt, auf die die Nutzung digitaler Medien keinen negativen Einfluss hat. Wichtig ist zu wissen, für wen das gilt. In erster Linie sind dies eben jene Kinder, deren Eltern einen hohen sozialen Status besitzen. Beruf, Einkommen und Bildung der Eltern entscheiden dann doch darüber, wie Medien genutzt werden und welche Folgen die Nutzung für die Kinder hat.

Trotz der Evidenz bleibt Spitzer seiner Position treu, Eltern zu empfehlen, ihren Nachwuchs medienfrei zu erziehen, was sich jedoch nur schwer nachvollziehen lässt.

Im weiteren habe ich persönlich noch Mal nachgefragt, ab welchem Alter denn man seinen Kindern ein Handy geben könne. Dabei war es mir wichtig zu betonen, dass Kinder bzw. Jugendliche ohne Handy zu Außenseitern innerhalb der Peer-Group werden. Spitzer hält es auch hier nicht für notwendig, dem Wunsch der Kinder nachzugeben. Bis zum Erwachsenenalter sieht er keinen Bedarf, dass Jugendliche ein Handy bräuchten. Sie müssen in der Lage sein, den Gruppendruck auszuhalten. Spitzer machte mir dabei auch klar, dass insbesondere die Deutschen aus ihrer Geschichte heraus gelernt haben sollten, nicht zu Mitläufern zu werden. Ich hätte an dieser Stelle doch eher eine Position erwartet, wie: so wenig Medien wie notwendig.

Spätestens an diesem Punkt stellt sich die Frage, genauer auf die Realität zu schauen und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick zu bekommen. Immerhin geht es nicht um selbstständige Erwachsene, sondern um Heranwachsende, die nur im Austausch mit ihrer Umwelt groß werden. Und dies geschieht mehr denn je medial – heute vor allem mittels eigenem Handy.

Demnach bleiben wir dran und suchen konkrete Lösungswege, wie Eltern den maßvollen Umgang fördern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop zu Gestaltungsmöglichkeiten der Leselernhilfe in Karben

September 27th, 2016

Astheimer

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Seit 2 Jahren sind mittlerweile über 50 Leselernhelfer in den Gemeinden Karbens und Nidderaus ehrenamtlich tätig und helfen vielen Grundschülern mit ihren wöchentlichen Lesestunden. Zur Leselernhilfe gehört auch eine kontinuierliche Weiterbildung und der Austausch unter den engagierten Mentorinnen und Mentoren. Es gibt immer wieder Treffen der in Karben wirkenden Leselernhelfer, um die Lesestunden mit den Kindern weiter zu verbessern.

Dieses Mal wird Claudia Bröse zur Frage referieren, welche Gestaltungsmöglichkeiten es bei der Leselernhilfe gibt. Die Veranstaltung wird ausgetragen von Mentor Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit den Bürgerstiftungen Karbens und Nidderaus.

  • 27.09.2016 um 17.00 Uhr im Kuhtelier, Hof Schloss Leonhardi
  • Ansprechpartner: Jörg Astheimer (Bürgerstiftung Unser Karben)

Publikation Qualitative Bildanalyse von Jörg Astheimer erscheint im August bei Nomos

Juli 27th, 2016

Astheimer

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Wie analysiert man Bilder? Jörg Astheimer widmet sich der Frage der Analyse gesellschaftlicher und kultureller Bedeutungen von Fotografien. Nachzulesen in dem aktuell erscheinenden Band „Qualitative Bildanalyse“ der Serie „Short Cuts / Cross Media“ im Nomos Verlag. Viel Spaß bei der Lektüre.

Nun noch das Abstract zum Buch:
Fotografische Bilder zählen heute zu den wichtigsten Kommunikationsmedien. Angesichts der Zunahme und Differenzierung des gesellschaftlichen Gebrauchs digitaler Fotografien wird die systematische und strukturierte Bildanalyse immer wichtiger. Die Zielsetzung dieses Bandes ist daher methodischer und methodologischer Natur. Der Autor geht der Frage nach, wie sich Fotografien vor dem Hintergrund des qualitativen Paradigmas theorie- und regelgeleitet analysieren lassen. Dazu wird eine Methode der Bildanalyse entwickelt, welche die Rekonstruktion der sozialen und kulturellen Bedeutungs- und Sinngehalte von Fotografien zum Ziel hat. Diese wird systematisch dargelegt und anhand der Analyse einer Werbefotografie exemplarisch vorgestellt.

Zum Angebot bei NOMOS und AMAZON

 

 

 

 

Klicksafe.de für Sicherheit im Netz – Forschungsergebnisse von Jörg Astheimer

Juni 22nd, 2016

Astheimer

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Gerade ist uns aufgefallen, dass die Forschungsergebnisse von Jörg Astheimer (gemeinsam mit Klaus Neumann-Braun und Axel Schmidt) in die Unterrichtsmaterialien von Klicksafe eingeflossen sind.

In diesem Fall geht es um die Art der Übernahme der Geschlechterstereotype durch jugendliche Facebook-Nutzer. Nachzulesen in Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben; Baustein 3: „Mediale Frauen- und Männerbilder“.

 

Baustein-3

klicksafe.de ist die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Für Eltern und Kinder bietet Clicksafe umfangreiche Materialien, um Kinder und Jugendliche beim Umgang mit Online-Medien zu unterstützen. Dazu gehören auch Unterlagen für den schulischen Unterricht.

Mehr unter www.klicksafe.de

„Schüler checken, wie die neuen Medien funktionieren“ – Bericht der Frankfurter Neuen Presse (FNP)

Juni 20th, 2016

Astheimer

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Die Frankfurter Neue Presse thematisiert im Juni unsere Seminare für Kinder, Lehrer und Eltern an der Grundschule in Klein-Karben. Die Kinder bekamen in den Workshops genügend Raum, um von Ihren negativen Erfahrungen mit Smartphones zu berichten. Von vielen hörten wir, dass ihnen Viren, Werbung und lästige WhatsApp-Gruppen die größten Sorgen bereiten.

 

Selzerbachschüler checken, wie die neuen Medien funktionieren (Frankfurter Neue Presse, 16.06.2016)

Karben. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung „Unser Karben“ hat die Selzerbachschule im Karbener Stadtteil Klein-Karben einen Medienworkshop veranstaltet. Das berichtet Konrektorin Sonja Mahnke. Dabei lernten die Schüler der vierten Klassen den sicheren Umgang mit ihrem Handy und Anwendungen wie den Nachrichtendienst Whats App. Außerdem erfuhren die Eltern, wie sie ihre Kinder beim Umgang mit Medien unterstützen können.

Das Angebot ist bei den Schülern auf sehr große Resonanz gestoßen. Der Nachwuchs aus Karben war begeistert und motiviert bei der Sache. Die beliebte Smartphone-Anwendung Whats App wurde von allen Seiten beleuchtet. Es wurde aufgezeigt, welche Risiken mit der App verbunden sind.

Es zeigte sich: Viele der Grundschüler haben bereits realisiert, dass die beliebten Gruppenchats in Whats App teilweise regelrechten Kommunikationsstress auslösen können. Ebenso bergen App-Store und Smart-Store für die Kinder zahlreiche Gefahren, ungewollt auf Inhalte zu stoßen, die bei ihnen Angst auslösen.

Angesichts dieser und anderer Risiken legen die Schule und die Bürgerstiftung „Unser Karben“ großen Wert auf eine langfristige Unterstützung der Kinder. Daher wurden auch die Eltern eingebunden, die über die spezifischen Gefahren aufgeklärt wurden. Handlungsempfehlungen an Kinder und Eltern rundeten das Workshop-Angebot ab, das von der Initiative „6 Degrees“ durchgeführt wurde.

Als Bilanz lässt sich aus Sicht der Schulleitung sagen: Der Medienworkshop ist bei allen Beteiligten – bei Lehrerinnen, Schülern und Eltern – sehr gut angekommen. Den Kindern wurde der Raum gegeben, Erfahrungen und Probleme rund um Smartphone und Whats App auszutauschen – und gemeinsam auch Lösungen zu finden. Schüler und Eltern erkannten, so Mahnke, dass Begleitung und Unterstützung notwendig sind. Insofern wünschen sich Lehrerinnen und Eltern ein erneutes Angebot des Workshops im Jahr 2017. (fnp)

Zum Beitrag der Frankfurter Neuen Presse

 

 

Betreute Bachelorabeiten – Duales Studium Sommer 2016

Juni 1st, 2016

Astheimer

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Auch in diesem Jahr stehen wieder einige Bachelorarbeiten der Bereich Wirtschaftsinformatik auf der Tagesordnung. Aktuell betreue und begutachte ich Arbeiten in den Bereichen Cognitive Computing (IBM Watson) und Risikoanalyse, Kollaborationsplattformen (Sharepoint, Dropbox), Realtime Analytics und positive Arbeitsbeziehungen. Wie immer geht es bei den Arbeiten an der DHBW Mannheim um den Einsatz neuester Technologien in Unternehmen.  

 

Bildquelle: Foto von Patrik Goethe auf unsplash.com

„Ihr seht nie, was ein anderer fühlt“ – Freitags-Anzeiger berichtet über Medienkompetenzworkshops in Kelsterbach

Mai 9th, 2016

Astheimer

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Denk, bevor du schreibst. Workshop über den richtigen Umgang mit Smartphones


Kelsterbach (lsk). „Ihr seht nie, was ein anderer fühlt, wenn ihr auf WhatsApp schreibt“, erklärte Jörg Astheimer den Mädchen und Jungen. Der Medienwissenschaftler und Diplom-Soziologe besuchte die 3. und 4. Klassen der Karl-Treutel-Schule (KTS), um im Rahmen des Workshops „Sicher am Handy und im Netz“ die Schüler über den Umgang mit Kurznachrichtendiensten aufzuklären. 

Zusammen mit Christina Richters von der Vereinigte BKK, die das Projekt finanzierte, suchte Astheimer das Gespräch mit Schülern. Mit der Klasse 4b sprachen Astheimer und Richters über den maßvollen Umgang mit Smartphones. Schnell stellte sich heraus, wie hoch der Aufklärungsbedarf war, denn schon von den Viertklässlern besaßen fast alle ein Smartphone, nur drei Kinder nutzten den Kurznachrichtendienst WhatsApp nicht. Astheimer und Richters animierten die Schüler dazu, eigene Erfahrungen zu teilen und Lösungswege zu entwickeln. Vor allem WhatsApp schien die Kinder zu beschäftigen. Die Viertklässler berichteten, genervt, sogar regelrecht gestresst zu sein von der hohen Anzahl der täglichen Nachrichten. Auch Mobbing oder Stalking war den Kindern nicht fremd. Als weiteres Problem benannten die Schüler, dass die Kommunikation über den Nachrichtendienst unpersönlich sei.

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Viele Fragen zum Thema Smartphones und Kurznachrichtendienste wie WhatsApp hatten die Schüler der Klasse 4b an Christina Richters (links) und Jörg Astheimer (lsk)

„WhatsApp zerstört Freundschaften“, meinte sogar der zehnjährige Nobel. Er habe einen Streit mit seinem Freund Miguel glücklicherweise schnell auf dem Schulhof im direkten Gespräch lösen können. Überhaupt bedauerten viele, dass Vorteile der direkten Kommunikation, wie Gestik und Mimik, in Textnachrichten fehlten. Gleichzeitig erkannten sie aber auch Vorteile im Schreiben von Textnachrichten. „Man kann schnell mal ein Treffen vereinbaren oder schreiben, wenn jemand die Hausaufgaben vergessen hat“, so der zehnjährige Miguel. Auch wenn es zu Mobbing über den Kurznachrichtendienst gekommen war, hatten einige schon eigene Lösungsansätze entwickelt.

Astheimer und Richters agierten während ihres Vortrags nie belehrend. Sie hörten zu, halfen den Kindern, ihre Gefühle zu benennen und regten an. überlegter mit der App umzugehen. „Denk nach, bevor du schreibst“, sagte Astheimer.
Da sich der Umgang der Schüler mit den Smartphones häufig der schulischen sowie der elterlichen Kontrolle entzieht, müssten sie für mögliche Probleme sensibilisiert werden, so Astheimer. Während er vor allem über die Kommunikationsarten informierte, beleuchtete Richters eine andere Seite des Handygebrauchs. „Mir geht es um den Stress und die Sucht. den der Umgang bei vielen auslöst“, so Richters. „Wenn ich Angst bekomme, dass jemand sauer ist, wenn ich mal ein paar Stunden nicht antworte, ist das ein Problem“, sagte Richters. Aber allein die Möglichkeit, ihre Gefühle in einer geschützten Atmosphäre benennen zu können und Lösungswege auszutauschen, schien den Viertklässlern schon zu helfen. Auch nach Ende des Workshops stellten die Schüler weiter interessiert Fragen.

Auch der Elternabend für die Eltern der 3. und 4. Klassen am Mittwoch, 13. April, steht im Zeichen von Internet und Smartphones. Jörg Astheimer wird die Eltern darüber informieren, wie Kinder sicher im Netz surfen, welche Regeln zu beachten sind und wie man Zeiten am Handy und im internet sinnvoll beschränkt.

Quelle: Freitags-Anzeiger, S. 15, 22.04.2016

Partnerschaft | BKK VBU unterstützt Präventionsarbeit an Schulen zu Smartphones und WhatsApp

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Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der BKK VBU. Für unseren Partner aus Frankfurt am Main werden Schülerworkshops und Elternabende zu Smartphone und WhatsApp in Kelsterbach durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheitsprävention. 

Hintergrund: Immer häufiger berichten bereits Kinder im Grundschulalter darüber, dass Sie von Smartphones und WhatsApp gestresst sind. Dabei decken sich unsere Erfahrungen in den Workshops mit den aktuellen Studienergebnissen (Karin Knop et al. 2014: Mediatisierung mobil), wonach sich Kinder und Jugendliche immer häufiger über Kommunikationsstress, Ablenkung und suchtähnliche Verhaltensweisen beklagen. 

Die erste Zusammenarbeit fand im Frühjahr 2016 mit über 160 Kindern, 80 Eltern und 8 Lehrerinnen an der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach statt – und hat sehr viel Spaß gemacht. Seit dem Herbst 2016 sind wir an der Karl-Treutel-Schule und an der Bürgermeister-Hardt-Schule, an denen auch im Herbst 2017 wieder Workshops für die 3./4. Klassen und Elternabende stattfinden.  

> Mehr zur BKK VBU 

 

 

Grundschule Okarben berichtet über unseren Workshop zum sicheren Umgang mit WhatsApp

Mai 1st, 2016

Astheimer

Rämerbadschule Workshop

Im Frühjahr 2016 waren wir an verschiedenen Schulen im Einsatz. Die Römerbadschule in Groß-Karben berichtet über den Workshop der 4. Klasse zu Handy und WhatsApp im April. Mehr dazu (…)

 

 

Engagement | Glückwunsch: Mentor Hessen wird 10

Mai 1st, 2016

Astheimer

MENTOR_10 Jahre

Die Mentor Leselernhilfe gibt es seit 10 Jahren in Hessen. Grund genug, um das Jubiläum der Iinitative, die sich für die Leseförderung an Schulen einsetzt, gebührend zu feiern. Die Mentorinnen und Metoren des Vereins sind an vielen hessischen Schulen aktiv und helfen Kindern, einen Einstieg ins Lesen zu finden.

Jörg Astheimer engagiert sich seit 2014 für die Leselernhilfe und betreut die Metorinnen und Mentoren in vier Grundschulen in Karben. Seit dem Start sind über 20 Leselernhelfer- und -helferinnen vor Ort aktiv und vermitteln den Grundschülern Spaß und Freude am Lesen.

Die Feier findet am 31. August 2016 in der Goethe-Universität im Campus Westend statt.

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Lilo Lausch in der KiTa Glückskinder in Karben | Engagement

April 9th, 2016

Astheimer

Sie alle machen mit und tragen dazu bei, dass das Projekt Lilo Lausch in Karbener Kitas durchgeführt wird, von links: Simone Groos, Jörg Astheimer, Kita-Leiterin Vera Stiller-Faida, Markus Ochs, Christine Breutling, Peter Mayer, Bürgermeister Guido Rahn und Ernst Decker

Karben / FNP
Die Mädchen und Jungen drängen sich dicht an ihre Erzieherin Christine Breutling. Diese sitzt auf einer Decke, hat die Handpuppe Lilo Lausch über den Arm gezogen. Alle Kinder wollen die Elefantendame einmal streicheln. Die Kinder der Kindertagesstätte Glückskinder sind im wahrsten Sinne des Wortes Glückskinder, sind sie doch die ersten, bei denen Lilo Lausch, die Elefantendame aus Filz mit den großen Ohren, zum Einsatz kommt.

Dass das Projekt „Lilo Lausch – Zuhören verbindet!“ nach der Pilotphase in Wiesbaden nun in der Kita in Karben zum Einsatz kommt, haben die 154 Kinder und Kita-Mitarbeiter der Bürgerstiftung Unser Karben zu verdanken. „Als wir von dem Projekt gehört haben, haben wir uns überlegt, das holen wir nach Karben“, sagen Peter Mayer und Ernst Decker von der Bürgerstiftung. Die Wahl sei auf die Kita Glückskinder und auf das Kinderhaus Klein-Karben gefallen, da beide Einrichtungen von zahlreichen Kindern mit Migrationshintergrund – der vorrangigen Zielgruppe – besucht werden.

Im Kinderhaus solle Lilo Lausch demnächst Einzug halten, so die Initiatoren. Die Bürgerstiftung hat 150 Euro pro Einrichtung dazu ermöglicht, zudem kamen 850 Euro für jede Einrichtung von der Vodafone Stiftung Deutschland. Das Geld wurde für die Finanzierung der Fortbildungen für die Erzieher Christine Breutling, Jonathan Gerland und für die Leiterin Vera Stiller-Faida sowie für die Materialkiste mit mehrsprachigen Büchern, Hörspiel-CDs und weiteren Materialien verwendet.

Worte und Klänge
Beim Projekt „Lilo Lausch – Zuhören verbindet!“ besucht die Handpuppe die Kinder zu bestimmten Zeiten. Da die Besucherin schon allein aufgrund der großen Ohren lärmempfindlich ist, ist große Aufmerksamkeit angesagt.

Sie alle machen mit und tragen dazu bei, dass das Projekt Lilo Lausch in Karbener Kitas durchgeführt wird, von links: Simone Groos, Jörg Astheimer, Kita-Leiterin Vera Stiller-Faida, Markus Ochs, Christine Breutling, Peter Mayer, Bürgermeister Guido Rahn und Ernst Decker

Sie alle machen mit und tragen dazu bei, dass das Projekt Lilo Lausch in Karbener Kitas durchgeführt wird, von links: Simone Groos, Jörg Astheimer, Kita-Leiterin Vera Stiller-Faida, Markus Ochs, Christine Breutling, Peter Mayer, Bürgermeister Guido Rahn und Ernst Decker

Sie kommuniziert auf verschiedene Weise mit den Kindern, durch Worte, aber auch durch Geräuschrätsel und Klänge. „Die Kinder erfahren, dass es schön ist, wenn man ihnen zuhört und sie lernen, auch anderen zuzuhören“, sagt Simone Groos, Leiterin des Lilo Lausch-Projektes bei der Stiftung Zuhören. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Kinder, sie sonst wenig sprächen, sich eher trauten, mit der Handpuppe zu sprechen. Zudem würden die Eltern eingebunden, indem sie in die Kita eingeladen werden, um von ihren Herkunftsländern zu erzählen oder in ihrer Muttersprache den Kindern vorzulesen, ein Gedicht vorzutragen oder zu singen, sagt Groos. Zum Projekt gehöre, dass „unterschiedliche Muttersprachen als Ressourcen für die Kinder gesehen werden und dass sich die Eltern mit ihrer Sprache angenommen und wertgeschätzt fühlen“, hebt Groos hervor.

Viele Sprachen
Zu den Materialien gehören mehrsprachige Bücher, etwa „Wer hat mein Eis gegessen?“ Darin wird auf humorvolle Weise das Problem des Eisschmelzens in mehreren Sprachen thematisiert.

Bereits vor dem Einsatz von Lilo Lausch sei in der Kita Glückskinder Integrationsarbeit geleistet worden, etwa mit einem interkulturellen Kalender, in dem die Feiertage verschiedener Religionen eingezeichnet sind. „Und bei unseren Sommerfesten haben wir ein internationales Buffet mit landestypischen Speisen. Zudem gibt es Frühstücke, bei denen Eltern ihre Herkunftsländer vorstellen“, sagen Breutling und Stiller-Faida. Diese würden dann mit Fähnchen auf einer Weltkarte markiert.

Zunächst hätten manche Frauen Hemmungen überwinden müssen, doch dann seien „die Kinder sehr stolz, wenn die Mutter in der landestypischen Tracht etwas vorträgt“, erzählt Stiller-Faida. Und sie begrüßten es, dass immer mehr Väter mitmachten, fügt sie hinzu. Sie freuten sich sehr darüber, dass das Lilo Lausch-Projekt nun in ihrer Kita an den Start gehe, sagen Stiller-Faida und Breutling. Mit dem Engagement der Bürgerstiftung habe diese erneut gezeigt, „dass uns Jugendbildung und Jugendförderung besonders am Herzen liegen“, sagt Decker.

Mehr Informationen im Internet unter www.bürgerstiftung-unser-karben.de, unter www.stiftung-zuhoeren.de sowie unter www.lilolausch.de.

Text und Bild:  SUSANNE KREJCIK, FNP 18.04.2015

Praxis Thielmann Frankfurt | Online Marketing

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Thielmann

Aktuell übernehmen wir wieder einmal eine Aufgabe im Online Marketing. Für die Internet Präsenz der Praxis Thielmann kümmern wir uns um die Content Planung, die Texterstellung und die Suchmaschinenoptimierung.

Wieder einmal eine Aufgabe im Gesundheitsbereich, auf die wir uns sehr freuen.

Antworten auf Fragen von Eltern – Jörg Astheimer im Gespräch mit Micha Kraft (Redaktion HR3)

Januar 9th, 2016

Astheimer

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Das Internet ist riesengroß und hat natürlich viele Untiefen – von „Abzock-Seiten“ bis jugendgefährdende Inhalte. Wie sehr müssen wir als Eltern ein Auge auf die Internetnutzung unserer Kids haben?

Bis zum 12. Lebensjahr sollten Eltern ihren Kindern nur Zugang zu einem sicheren Surfraum gehen – die Nutzung wird damit komplett auf Seiten beschränkt, die kindgerecht sind. Das funktioniert am einfachsten, indem man Kindern keinen Zugang zu normalen Brwosern wie Firefox, Chrome und Co. gibt.

Stattdessen installiert man Kindersuchmachinen wie FragFinn oder BlindeKuh. Von dort aus geht die Reise ausschließlich zu kindergerechten Seiten. Man lässt sein Kind eben auch nicht alleine nachts eine Stadt erkunden – so ist das eben auch mit dem Internet. Es birgt zu viele Gefahren.

 

Aber die wollen doch die YOUTUBER Bibi oder die Lochis sehen. Das kann ich den Kinder doch nicht komplett verbieten?

In der Praxis sieht das in der Tat so aus. Wenn ich in der Grundschule Kinder nach Ihren Stars und Sternchen frage, sind diese oft nur durch YOUTUBE bekannt. Klar ist – die Kinder sind dort unterwegs. Es ist nur die Frage, was die beste Lösung dafür ist. Grundsätzlich gilt: Im offenen Internet sollten Eltern immer als Co-Pilot mit von der Partie sein. Das heißt: Sie sollten ihrem Nachwuchs über die Schulter schauen.

Als Co-Pilot ist natürlich auch Medienkompetenz gefragt. Das bleibt nicht aus. Viele Eltern kennen sich gut aus. Eltern, die offene Fragen haben, finden Antworten im Netz. Zum Nachschlagen empfehle ich die Seite „klicksafe.de“. Ein anderes Angebot heißt Internet-ABC. Dort können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern ihr Wissen testen und einen „Surfschein“  machen. Bei einem Chat-Spiel zum Beispiel lernt Ihr Kind mit Ihnen, was es Fremden von sich Preis geben darf und was eben nicht. Auch die Schulen lassen Eltern in der Regel nicht allein. Viele organisieren Elternabende zu dem Thema – hierzulande etwa mit Unterstützung der Landesmedienanstalt Hessen.

 

Gut die Hälfte aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahren haben ein Handy. Die Hälfte davon wiederum hat ein Smartphone? Kinder wollen natürlich ein Smartphone, aber viele Eltern fragen sich, ob das denn wirklich notwendig ist. Da gibt’s ja auch Gefahren: Die Kids kaufen aus Versehen was, oder sie sehen etwas, das eigentlich nicht für sie gedacht ist.

Ab wann eigenes Mobiltelefon und wenn, dann was für eins, Handy oder Hightech-Smartphone?

Ab wann man seinem Nachwuchs ein eigenes Handy überlässt, bleibt eigene Ermessenssache. Die meisten Eltern werden mit der Frage spätestens am Ende der Grundschule konfrontiert. Als Erwachsene haben wir das Handy vor allem als Telefon im Kopf. Bei den Kindern steht eine andere Funktion Vorne an: Nachrichten verschicken. Früher per SMS und heute per WhatsApp. Wir sehen daran: Beim Handy geht es Ihnen vor allem um den heißen Draht zur Peer-Group und nicht um den zu Mama und Papa.

Die zweite Frage, ob das Kind ein Handy oder Smartphone bekommt, stellt sich heute eigentlich nicht mehr, da Handys ohne Smartphone-Funktionen der Vergangenheit angehören. Selbst das günstigste Handy lässt Apps – also Anwendungen – zu. Aber: Als Eltern können sie das Smartphone ihres Kindes auf das Niveau eines – sagen wir Mal – „Steinzeit-Handys“ runter zu fahren. Selbst dann, wenn das Iphone oder Samsung Galaxy bei Auslieferung die volle Palette an Funktionen bieten. Denn: Sie allein entscheiden, welche Apps drauf bleiben und in Zukunft drauf kommen.

So überlassen Sie Ihrem Kind zuerst ein Gerät, mit dem man nur telefonieren, SMS verschicken und fotografieren kann. Später geben sie dann Messenger wie „WhatsApp“ oder einen Kinderbrowser wie FragFinn frei. Klar ist: Auch der „App-Store“ wird dann nur gemeinsam mit den Eltern verfügbar sein. Kurzum: Sie geben als Eltern zielgerichtet die Funktionen vom Smarphone frei und machen es auf diese Weise kindersicher.  

 

Besteht die Gefahr, dass Kinder sich mit dem Handy verlieren? 

Allen Eltern ist bekannt: Ohne Bremse würden die Kinder unbegrenzt Youtube schauen oder mit WhatsApp aktiv sein. Vereinbaren Sie stattdessen begrenzte „Medienzeiten“ mit ihrem Nachwuchs. 9-10-Jährige sollten zum Beispiel nicht länger als eine Stunde pro Tag mit Medien (inklusive TV) beschäftigt sein. Handy-Freie Zeiten sind ebenso absolutes Muss. Vereinbaren sie dazu mit Ihren Kindern, wann Handys Tabu sind – bspw. am Abend, beim Essen oder am Wochenende. Das heißt in der Konsequenz auch: Gehen Sie bei der Handy-Nutzung mit gutem Beispiel voran.

Sendetermin: 14.01.2016 10.00 bis 12.00 Uhr HR3 „Am Morgen“

Frankfurter Neue Presse über unser Medienkompetenz-Projekt

Dezember 9th, 2015

Astheimer

Handys und Internet

Die Frankfurter Neue Presse berichtet im Oktober über unsere neuen Seminare für Kinder, Lehrer und Eltern. Diese haben im September einer Grundschule in Kelsterbach begonnen. Die Resonanz war sehr positiv. Insgesamt wurde im Oktober und September mehr als 100 Kinder und deren Eltern geschult und beraten.

 

Karbener Schulen klären auf (Frankfurter Neue Presse, 10.10.2015)

Mel (10, Name geändert) bleibt mit dem Smartphone in Kontakt mit Ihren Freundinnen. Handy und Internet stehen aktuell für Schüler, Eltern und Lehrer der Pestalozzischule ganz oben auf der Tagesordnung. Die Bürgerstiftung „Unser Karben“ hat sich der wichtigen Frage des kompetenten Gebrauchs neuer Medien angenommen und eine Veranstaltungsreihe für die Groß-Karbener Grundschule ins Leben gerufen.

„Für die Mädchen und Jungs der vierten Klasse finden Workshops statt, in denen der kompetente Umgang mit Whats-App und anderen Messengern besprochen wird“, so Susanne Wenisch, Konrektorin der Pestalozzischule. „Wir merken immer mehr, dass das Smartphone für die älteren Kinder zur persönlichen Schaltzentrale wird“, fügt Jörg Astheimer hinzu, der die Veranstaltungen leitet.

„Wenn ich in einer vierten Klasse frage, wer ein Smartphone besitzt, strecken die meisten Kinder mit großer Begeisterung die Arme in die Höhe. Mit ihnen bespreche ich dann, wie die App funktioniert, kläre welche Texte und Bilder in Ordnung sind und die Grenzverletzungen der Kommunikation. Cyber-Mobbing spielt dann beispielsweise eine wichtige Rolle“, so Astheimer weiter. „Vor allem die ständige Erreichbarkeit erzeugt bei den Acht- bis14-Jährigen sozialen Druck. Bereits jeder Vierte gibt an, sich durch die Kommunikation über Whats-App gestresst zu fühlen.“

Astheimer verweist dabei auf die gerade erschienene Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) „Mediatisierung Mobil“. Anknüpfend an die Workshops organisieren Schule und Stiftung eine Abendveranstaltung für Eltern und Lehrer, um die Kinder beim Umgang mit Smartphone und Internet sinnvoll zu unterstützen. „Indem wir mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, hoffen wir, dass der Lerneffekt für unsere Schüler möglichst groß ist und nachhaltig wirkt“, so Daniela Zimmermann, die die Veranstaltungen betreut.

Hier geht es zum Beitrag der Frankfurter Neuen Presse. 


 

 

 

DHBW | Betreute Arbeiten

Project
DHBW Mannheim 2

Betreute Projektarbeiten und Bachelorarbeiten an der DHBW Mannheim, Wirtschaftsinformatik – Sales and Consulting

Von 2013 bis heute wurden folgende studentische Arbeiten von mir betreut und begutachtet: 

  • Entwurf eines Proof of Concepts für ein Big-Data-Marketing-Dashboard eines führenden Leuchtmittelherstellers (2016)
  • Return on Relationship – Analyse der Messbarkeit und des Mehrwerts positiver Arbeitsbeziehungen (2016)
  • Risikoanalyse von Cognitive Computing auf dem dt. Versciherungsmarkt (2016)
  • Längsschnittanalyse von Mitarbeiterbefragungen mit besonderem Hinblick auf das Employee Engagement am Beispiel der Allianz Gruppe (2015)
  • Welche Services machen Energieunternehmen smart? Entwicklung eines idealtypischen Servicereferenzmodells für das Internet der Dinge in der deutsche Energiebranche (2015)
  • Anforderungsanalyse und Entwicklung eines Lösungsansatzes zur Sicherstellung der Supply Chain Integrity in der Pharma- und Lebensmittelwertschöpfungskette (2015)
  • Wissensmanagement 2.0: Entwicklung und Umsetzung eines Wissensmanagementmodells in IBM Connections (2015)
  • Bedarfsanalyse und Evaluation des Talent-Management-Softwareangebots von IBM Smarter Workforce
  • Analyse der Einflussfaktoren für Nutzung und Akzeptanz von Social Media in der Zusammenarbeit – am Beispiel einer Community in IBM Connections
  • Analyse von Einsatzmöglichkeiten und Nutzen von Social Software bei der Deutschen Bahn AG
  • Software-as-a-Service-Angebote (SaaS) als Herausforderungen für klassische IBM-Partner – am Beispiel von IBM Kenexa
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Beurteilung des Potenzials von Cloud-Lösungen im Automobilsektor
  • Untersuchung der Synergieffekte von Cloud und Connected Car
  • Konzeption und Evaluation eines Prototypen für Marketing Permisions zur Umsetzung von Kampagnen in SAP-CRM am Beispiel des B2B- und B2C-Umfeldes des Landwirtschaftssektors in der Chemiebranche
  • Identifizierung von Optimierungspotentialen anhand einer Prozessanalyse des Incident-Management-Prozesses innerhalb des Projektes ‚ISPI Next‘ der BMW AG
  • Der Status quo der digitalen Transformation – am Beispiel der langlebigen Konsumgüterindustrie
  • Konzeption und Evaluierung eines Referenzmodells zur Nutzung von Big Data im Bereich integrierter Versorgungsmodelle der gesetzlichen Krankenkassen
  • Analyse von mobilen Geschäftsfeld-Ansätzen in der Versicherungswirtschaft
  • Ermittlung des Point-of-no-Return in der Phase des Cutover – am Beispiel der globalen SAP-Einführung bei einem Logistikunternehmen

Weiter: Lehraufträge 

 

 

 

Varia | Arbeiten und Beratungen

Project
Consulting Logo 1

Immer wieder komme ich mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die ich über die Nutzung von Online-Angeboten berate – hier eine Liste:

  • Cogia Intelligence, Frankfurt: Forschungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Social Media Monitoring
  • Creative Analytic 3000, Frankfurt: Strategische Planung des Einsatzes von Social Media im Bereich B2B
  • Commerzbank, Allianz Global Investors, Barrings Bank, Convert Invest, Deutsche Börse, Domestic Insurance, Die Firma, Dirk Engler, Frankfurt School Of Finance, Franklin Templeton Investments, ENG Invest, ING-Diba, Intrium Justicia, JP Morgan Chase, Onvista Bank, Standart-Live-Versicherung, Veritas: Stärken und Schwächen von Social Media in der Finanzbranche (im Rahmen meiner Workshops für Creative Analytic 3000)
  • Ecomit UG, Frankfurt: Design und Entwicklung von Mobile Apps im Bereich Produktivität
  • Ev. Kirche Karben: Einsatz von Online-Communities in der Jugendarbeit
  • Energieversorger Offenbach (EVO): Strategische Planung und Content Planung der Unternehmens-PR in Facebook
  • Geburtshaus, Frankfurt: Potenzialanalyse von ECommerce-Lösungen für junge Eltern
  • Grigutis GbR, Nieder-Wöllstadt: Erstellung von Texten für die eigne Webpräsenz, Online Marketing
  • Kuhtellier, Karben: Einsatz von Social Media und Online Marketing im Rahmen des Veranstaltungsmanagements
  • Insurance Experts, Bad Homburg: Potenzialanalyse von Social Media für Versicherungen
  • Musikschule, Friedrichsdorf: Einsatz von Facebook in der PR
  • Publigroup, Lausanne: Soziale Netzwerke als Herausforderung für Zeitungsverlage (im Rahmen meiner Tätigkeit an der Universität Basel)
  • Susanne Kohnen, Frankfurt: Einsatz von Facebook für Künstler
  • Tamedia, Zürich: Strategische Neuausrichtung des Internet-Portals tilllate.com
  • Thalia, Zürich: Evaluation der Online-Präsenz und Beratung zu Sozialen Netzwerken (im Rahmen meiner Tätigkeit an der Universität Basel)
  • Unser Karben (Bürgerstiftung): Überarbeitung der Online-Präsenz, Content-Planung
  • und weitere […]

Jung GmbH | ECommerce

Project
Jung Logo 1

Die Jung GmbH mit Sitz in Rüsselsheim ist auch im Online-Handel tätig. Als Eigentümer und Teil der Geschäftsführung gilt mein Interesse innovativen Ecommerce-Lösungen.

Seit Jahresbeginn 2011 beschäftige ich mich dort mit dem Handel von

  • Klassiker des Möbel-Designs
  • Metalle
  • Smart-Repair-Tools

 

DHBW | Lehraufträge

Project
DHBW Mannheim 2

Laufende Seminare an der DHBW Mannheim, Wirtschaftsinformatik – Sales and Consulting 

Seit dem Sommer 2013 halte ich die Veranstaltungen im wissenschaftlichen Arbeiten an der DHBW Mannheim. Die Seminare an der Dualen Hochschule dienen dazu, die Studierenden auf ihre Forschungs-, Projekt- und Bachelorarbeiten vorzubereiten.

  • SS 2013 Research Methods and Academic Writing I 
  • SS 2013 Research Methods and Academic Writing II
  • WS 2013 Projektsskizze Bachelorarbeit 
  • SS 2014 Research Methods and Academic Writing I 
  • SS 2014 Research Methods and Academic Writing II
  • WS 2014 Projektsskizze Bachelorarbeit
  • SS 2015 Research Methods and Academic Writing I
  • SS 2015 Research Methods and Academic Writing II

Von mir betreute Projektarbeiten und Bachelorarbeiten der letzten Jahre finden Sie hier.

 

 

Publikation | Doku-Glamour

Project
Doku-Glamour

Doku-Glamour im Web 2.0 – Party-Portale und ihre Bilderwelten

Herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun, Dr. Jörg Astheimer

2010, 256 S., Broschiert.
ISBN 978-3-8329-4933-4

Erhältlich ab 08.  Januar 2010 (Nomos Shop)

Der Siegeszug der Internet-Gemeinschaften im Web 2.0 hält an. Social Network Sites (SNS) wie MySpace, Facebook, Netlog oder StudiVZ/SchülerVZ zählen zu den populärsten Angeboten im Internet. Partygängern stehen Portale wie VirtualNights oder Tilllate für ihr Face- und Networking zur Verfügung. Die Kommunikation erfolgt multimodal gleichermaßen im Medium der Sprache wie des Bildes.

Die vorliegende Studie widmet sich am Fallbeispiel des Party-Portals Tilllate den zentralen Struktur- und Prozesselementen der Kommunikation im gegenwärtigen Social Web: Welche Rolle spielen Ökonomie, Softwaresystem und Design für das Medienhandeln der User? Welches Kommunikationsprofil charakterisiert ein Party-Portal? Wie kommen die unzähligen später ins Netz gestellten Bilder zustande und wie lassen sich die Partygänger/-innen ablichten? Überwiegt die Dokumentation des Authentischen (Schnappschuss) oder dominiert ein am Startum orientiertes Posen (Doku‑Glamour)? Und welche gesellschaftlich geprägte Handlungslogik verbirgt sich schließlich hinter der glitzernden Fassade von Party- und Nachtleben?

Aus dem Inhalt: Partywelten – Bilderwelten. Einführende Bemerkungen.  |  Schluckbeschwerden. Die Übernahme des einstigen Studentenprojekts Tilllate durch das Multimedia-Konglomerat Tamedia.  |  Konkurrenzverhältnisse. Nutzungsvergleich von Party-Portalen mit Freundschafts-Netzwerken (Facebook & Co.)  |  Karma-Competition.Kommunikationsanalyse der Party-Portale – am Beispiel von Tilllate.  | Zuwendungszirkel. Stars und ihre Verehrerinnen und Verehrer.  |  Goldmember und VIP-Ladys. Die Drehbücher der Nightlife-Communitys  |  Geschäftsroutine(n). Fotografische Praktiken vor und hinter der Kamera  |  O-Töne. Interview mit einem Lautundspitz-Model.  |  Doku-Glamour.(Semi-)Professionelle Nightlife-Fotografie und ihre Inszenierungen.  |  Bravo Gala! User und ihre privaten Bilder im Horizont von internationalem Starkult. | Schlussdiskussion |Gesichtswahrung. Umgangsregeln fur Social Network Sites, Datenschutzgefahren, Reparaturoptionen

Medienecho

„Fotografiert fürs Web: Plötzlich Partyprinzessin“. Klaus Neumann-Braun, Jörg Astheimer und Dominic Wirz im Gespräch mit Tara Hill (Basler Zeitung vom 31.12.2009, S. 41-42) (Baz_Doku-Glamour im Web 2-0)

„Analyse aktueller Netzwelten. Basel wird zu einem Kompetenzzentrum der Web-2.0-Forschung“. Klaus Neumann-Braun, Jörg Astheimer und Dominic Wirz im Gespräch mit Tara Hill (Basler Zeitung vom 31.12.2009, S. 42) ( Baz_Analyse aktueller Netzwelten)

„Doku-Glamour im Web 2.0“.  Klaus Neumann-Braun im Gespräch mit Katja Schiementz (SWR2-„Kulturjournal“  vom 14.01.2010) (SWR2 Kulturjournal)

„Jugend im Netz: schön und erfolgreich“. Jörg Astheimer im Gespräch mit Patrick Bürgler (DRS2–Netzgespräche vom 19.01.2010)

EU plant Standards für den Kinderschutz im Netz

Mai 4th, 2012

Astheimer

Die Europäische Kommision will Kinder im Netz besser schützen. Ziel ihrer aktuellen Initiative ist es, die  EU-Staaten und Partner aus der Industrie zusammenzubringen. Die Inhalte für Kinder im Netz sollen verbessert werden. Einfachheit, Transparenz und Beständigkeit der Online-Tools sollen gefördert und der kompetente Umgang mit den Werkzeugen im Internet verbessert werden.

Bewusstsein für Online-Sicherheit schaffen

Wieder einmal gehören die Datenschutz-Einstellungen zum Kernthema. So fordert die EU-Kommission von den Industriepartnern altersgerechte Datenschutzeinstellungen, die selbstregulierende umgesetzt werden sollen. Ebenso werden bedienungsfreundliche Kontrollfunktionen für die Eltern gewünscht und eine ausgedehnte Anwendung von Alters- und Inhaltsklassifizierungen zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Nach den positiven Erfahrungen mit Melde-Funktionen bei Portalen wie SchülerVZ werden weitere einfache Mechanismen gefordert, mit denen schädliche Online-Inhalte einfach gemeldet werden können. Man ist sich klar darüber, dass verstärkte Bemühungen dahingehend zu unternehmen sind, dass sich ein Bewusstsein für Fragen des Daten-, Privatsphäre- und Jugendmedienschutzes durchsetzt. Vor allem Online-Sicherheit sollte in Zukunft in den Europäischen Schulen zum Unterrichtsstoff zählen.

3 von 4 Kindern sind bereits im Netz

Weiterhin ist die Internet-Nutzung der Kinder steigend. So schätzt die EU-Behörde das 3 von 4 Kindern das Internet nutzen, wobei das Einstiegsalter immer jünger wird. Negative Erfahrungen – wie Cyber-Mobbing oder -bullying  – haben bereits vier von zehn Kindern gemacht.

Mehr zum Thema

Aktuelle Studien zur Online-Nutzung von Kindern 

 

pro familia magazin

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Soziale Netzwerke liefern Kritikern viele Gründe, weshalb der Umgang mit ihnen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Gewarnt wird unter anderem vor der Sammlung persönlicher Daten, den mangelhaften Sicherheitseinstellungen und der Unsichtbarkeit des Publikums. Überhaupt lässt der Gedanke sie erschrecken, Privates einer vernetzten Öffentlichkeit preiszugeben.

In dem Beitrag für das pro familia magazin (Themenheft: Social Media 2011) beschreibe ich, wie Jugendliche eigene Strategien entwickeln, spielerisch und kreativ mit den Funktionen der Online-Netzwerke umzugehen.