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Posts from the ‘Allgemein’ Category

Gefährliche Mutproben und Challenges im Internet

März 12th, 2020

Astheimer

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Challenges – Mutproben im Internet 

Mit YouTube, TikTok und anderen Videoformaten verbreiten sich Filme von Aktionen, die auch als ‚Challenges‘ (auf deutsch: Herausforderung) bezeichnet werden. Erwachsenen sind diese Online-Mutproben etwas durch die sogenannte Ice Bucket Challenge bekannt, mit der im Sommer 2014 auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam gemacht wurde.

Neben solchen Challenges zu mildtätigen Zwecken werden Kinder und Jugendliche in regelmäßigen Abständen mit Challenges konfrontiert, die Ihnen Angst einjagen (Blue Wale Challenge, Momo Challenge). Oder sie kommen mit Challenges in Berührung, in denen zu gefährlichen Aktionen motiviert wid.

Aktuell schockieren TikTok- und YouTube-Videos, in denen Aufnahmen einer Skull-Break-Challenge („Schädelbruch-Challenge“) zu sehen sind.  Drei Personen stellen stellen sich in einer Reihe auf. Die beiden Außenstehenden springen hoch, danach die mittlere Person. Bevor die Person wieder sicher landet, werden ihr von den beiden Außenstehenden die Beine weggetreten. Sie fällt nach Hinten und  schlägt auf dem Boden auf. Die Verletzungsgefahr ist extrem hoch. 

Was können Eltern und pädagogische Fachkräfte tun? 

  1. Klären Sie präventiv auf: Sprechen sie Challenges und Mutproben offen an. Erläuten Sie die Gefahren und Risiken. Suchen sie vor allem dann das Gespräch, wenn neue Challenges auftauchen.
  2. Das heißt auch: Bleiben Sie mit Ihren Kindern immer im Gespräch. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass nur 10% der Eltern von Challenges und Pranks je gehört haben, die wiederum 90% der Kinder und Jugendlichen bekannt sind.
  3. Machen Sie ihr Kind stark. Ermutigen Sie es „NEIN“ zu sagen. Achten Sie darauf, dass sich ihr Kind nicht aufgrund von Gruppenduck bzw. sozialem Druck zu gefährlichen Challenges hinreißen lässt.
  4. Ihr Kind sollte sich schützen, indem es intuitiv immer in der Lage ist, den Sinn und Zweck einer Challenge zu hinterfragen. Bestärken Sie es, dass es immer richtig liegt, wenn es sich nicht in unnötige Gefahr begibt.
  5. Ist das Video echt oder „fake“? Kinder und Jugendliche möchten in der Lage sein, echte Szenen von falschen (Fake) unterscheiden zu können.
  6. Nehmen sich sich Zeit, ihrem Kind Mechanismen von YouTube und TikTok zu erklären: Wer bekommt, warum Aufmerksamkeit, Likes und Follower?
  7. Nehmen Sie die Quelle in den Blick: Da sich Challenges nicht nur über YouTube und TikTok sondern auch über Messenger wie WhatsApp verbreiten, sollten Eltern generell bei der Nutzung der Dienste vorsichtig sein.
  8. Geben Sie ihr Wissen weiter: Suchen Sie das Gespräch mit der Schule (Klassenlehrer*innen, Schulsozialarbeit) oder anderen Eltern und informieren Sie über Risiken.

Was können die User tun? 

  • Das Credo für die Nutzer*innen lautet: Melden statt Weiterleiten
  • Gefährliche Challenges und Mutproben lassen sich online auf  www.jugend-schutz.net oder www.internet-beschwerdestelle.de melden
  • Warnungen vor den Challenges nicht öffentlich in Netzwerken posten, da dies die Verbreitung fördert.
  • Bei akuten Gefahren: Direkt an die Polizei wenden!

 

Bildquelle: Raphaël Bacco (There is no Train)

 

Filme im Unterricht zum Thema Cybermobbing

März 9th, 2020

Astheimer

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Mit Cybermobbing werden heute bereits Grundschulkinder in der 4. Klasse konfrontiert. Spätestens mit der Netflix-Serie Tote Mädchen lügen nicht ist das Thema auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Es gibt Filme zum Thema, die auch im Unterricht einsetzbar sind. Kinder und Jugendliche können dabei anschaulich erfahren, wie sich andere fühlen, die zum Opfer von Cybermobbing geworden sind. Die Filme lassen sich zum Gespräch und zur Diskussion rund um das Thema verwenden. 

Zum Thema Cyber-Mobbing empfehlen wir den Film Netzangriff – der im SWR-Kindernetz erschienen ist. Der Film ist gedacht für die Arbeit mit Schulklassen und Gruppen von Kindern und Jugendlichen ab neun Jahren. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben (FSK 6 Jahre) und lässt sich daher gut in der vierten Grundschulklasse zum Thema machen. Auch als Eltern kann man den Film gemeinsam mit seinen Kindern anschauen. 

Man findet den Film Netzangriff hier: https://www.kindernetz.de/infonetz/medien/cybermobbing/filmanschauen/-/id=167864/nid=167864/did=167954/wkhiqp/index.html

Außerdem gibt es ein Begleitheft zum Film:  https://www.polizei-praevention.de/fileadmin/user_upload/Begleitheft_Netzangriff.pdf

 

Der mehrfach preisgekrönte Film Homevideo behandelt ebenso das Thema Cybermobbing – in diesem Fall aus der Perspektive eines Jungen. Der Film ist ab 12 Jahre freigegeben (FSK 12 Jahre) und eignet sich für die Arbeit mit Schulklassen und Gruppen ab der 7. bzw. 8. Klasse. 

Zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=xxfSGsZX6Ds

Der 15-jährige Jakob kommt der 13-jährigen Hannah nah. Zwei seiner Mitschüler verbreiten intime Inhalte über das Internet, die sie auf eine Speicherkarte von Jakob finden. In der Folge wird Jakob in der Schule und Online gemobbt. Hannah zieht sich von ihm zurück und die Eltern und Lehrer sind von der Situation überfordert, was Jakob schließlich in den Selbstmord treibt.

Weitere Infos für die Arbeit im Unterricht unter: https://lesen.tibs.at/content/artikel/rezension-und-tipps-für-den-unterricht-homevideo

Bild von Anemone123 auf Pixabay

„Mobil mit Nebenwirkungen“ Jörg Astheimer im ProFit-Magazin der BKKVBU

Februar 19th, 2020

Astheimer

ProFitMagazin 3 2019

Etwa ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung gelten bereits als internetabhängig. Bei der jüngeren Bevölkerungs – schicht gehen Suchtforscher sogar von fünf Prozent aus. Aktuelle Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen, dass 12- bis 24-Jährige in Deutschland in ihrer Freizeit jeden Tag durchschnittlich mindestens drei Stunden, am Wochenende vier Stunden online sind. Während junge Männer eine Vorliebe für Online – spiele und Pornografie zeigen, tauschen sich junge Frauen ausufernd in den sozialen Medien aus. „Die Weichen werden schon im Grundschulalter gestellt“, beobachtet Dr. Jörg Astheimer.

Der Medienwissenschaftler will Schülern der 3. und 4. Klassen einen sicheren und gesunden Umgang mit Internet und Smartphone beibringen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind spätestens ab der 4. Klasse ein großes Thema. Die Mehrheit der Schüler hat mit zehn Jahren ein eigenes Smartphone, viele nehmen es sogar mit ins Bett. Glücklicher sind die Kinder deshalb sicher nicht: „Die Zufriedenheit bleibt aus, stattdessen stellt sich ein Gefühl der Frustration ein“, beobachtet Astheimer. Beeindruckend offen und reflektiert beschreiben seine jungen Seminarteilnehmer ihre Probleme: „Viel spielen macht aggressiv“, „Ich kann oft nachts nicht schlafen“, „Nach 1,5 Stunden Zocken fühlt man sich schlapp, hat Kopfschmerzen, die Augen brennen und man ist gelang – weilt“. Die Folgen: Die Schüler sind müde, reden nur noch über ihre Erlebnisse im Netz, und oft werden auch die Noten schlechter. Im Dialog mit Kindern, Lehrern und Eltern entwickelt Astheimer Medienregeln, die für die ganze Familie gelten sollen. Aussicht auf Erfolg haben solche Ansätze nämlich nur, wenn die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Auch das Smartphone selbst kann helfen: Shutdown-Program me wie die Eltern-App „Kidslox“ blockieren unerwünschte Inhalte und wechseln nach einem bestimmten Zeitlimit in den Sperrmodus. „Zeitbegrenzungen oder sogar medienfreie Tage finden die Schüler am Anfang natürlich Mist. Aber die meisten Kinder sind erleichtert, wenn ihnen Grenzen gesetzt werden“, erzählt Astheimer.

Auszug aus dem Text „Mobil mit Nebenwirkungen“ von Gunda Achterhold, ProFit Das Gesundheitsmagazin der BKK VBU 3/2019

Schüler*innenworkshops und Informationsveranstaltungen für Eltern

Project
Schulen Rhein Main 2

Seit 2015 arbeiten wir mit 15 Schulen im Rhein-Main-Gebiet zusammen und betreuen dort viele Schüler*innen, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen und Eltern. Unser Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 8-14 Jahren. An Grundschulen sind dies vor allem Kindern in dritten und vierten, an weiterführenden Schulen in fünften und sechsten Klassen.

Schwerpunkt bilden dabei alle Aspekte des Jugendmedienschutzes, in Kombination mit Fragen der Gesundheitsprävention (Stress/Sucht).

Bistum Limburg | Workshops und Fortbildungen für Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern

Project
Bistum Limburg

Seit 2018 bis heute arbeiten wir eng mit mehreren Kindertagesstätten des Bistums Limburg zusammen. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt im Bereich der Medienpädagogik für Kleinkinder. Für diese haben wir gezielt Workshops für 4-6-jährige entwickelt und in mehreren Einrichtungen umgesetzt, bei denen es spielerisch um die Mediennutzung von Smartphones, Spielkonsolen und Tablet-Spiele und Filme geht.

Zugleich wurden zahlreiche Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Info-Abende für Eltern umgesetzt, um für die Besonderheiten der Mediennutzung in Familien mit Kleinkindern zu sensibilisieren. Die Zusammenarbeit wird mit Workshops auf Fachtagen für pädagogische Fachkräfte abgerundet.

 

Experte im Projekt Mentor – die Leselernhelfer – Digitaler Treffpunkt der Generationen

Project
Mentor Digitaler Treffpunkt der Generationen

Ein großes Dankeschön gilt dem Bundesverband von Mentor – Die Leselernhelfer mit dem Dr. Jörg Astheimer (6 Degrees*) seit 2019 zusammenarbeit. Er ist Experte für den Bereich Mediennutzung im Projekt „Digitaler Treffpunkt der Generationen“, das vom Ministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, digitale Geräte in der Leseförderung zu etablieren und diese produktiv für Kinder und Lese-Mentor*innen zu nutzen.

Seit Jahresbeginn 2020 ist das Projekt in der Pilotphase, in der die ersten Mentor*innen durch Schulungen tolle Einblicke in Bilderbuchapps, Leselernapps, Lernspielen und Kinderwebseiten (Blinde Kuh, Frag Finn, etc.) erhalten.

Die interdiziplinäre Zusammenarbeit findet mit Beate Mies (Bundesverband Mentor e.V.), Dr. Anna Soßdorf, Prof. Dr. Jan Boelmann und Dr. Lisa König statt.

Partnerschaft mit Frühstart für Fortbildungen und Workshops in Kindertagesstätten

Project
Frühstart Logo

Seit 2018 arbeiten wir erfolgreich mit Frühstart zusammen. Das vom Hessischen Sozialministerium unterstütze Projekt leistet in 12 Hessischen Städten einen wichtigen Beitrag zu Bildung und Integration in Kindertagesstätten.

Wir arbeiten mit 10 Kindertagesstätten kontinuierlich zusammen. Bieten dabei fortlaufende Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Informationsveranstaltungen für Eltern und Familienbegleiter*innen. Besonders interessiert uns dabei der Umgang mit digitalen Medien in Familien mit Kleinkindern.

Seit 2019 bieten wir auch Workshops für Kinder im Grundschulalter, bei denen es um alle frühen Formen der Mediennutzung – von YouTube, über Foto und Film, Computerspiele bis hin zu Sprachbedienungen geht.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die durch Frühstart unterstützte Projekte langfristig und nachhaltig ausgerichet sind – und danken ganz herzlich für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit.

AOK Hessen als Partner in Schulen in Frankfurt, der Wetterau und im Main-Taunus-Kreis

Project
AOK Hessen Logo

Ein großes Dankeschön gilt der AOK Hessen. Die Krankenkassen mit tollen eigenen Präventionsideen unterstützt uns seit dem Schuljahr 2018/2019 in vielen Schulen in der Region. So wurde die Förderung für die Selzerbachschule in Karben (Wetterau), die Grundschule Burgholzhausen (Main-Taunus-Kreis), die Geschwister-Scholl-Schule in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) und die Louise-von-Rothschild-Schule (Frankfurt) und Grundschule in den Sindlinger Wiesen in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) übernommen.

An allen Schulen konnten wir mit Hilfe der AOK Hessen Kinder, Eltern und Lehrerinnen erreichen und für einen sorgsamen und sicheren Umgang mit digitalen Geräten sensibilisieren. Aufgrund der Partnerschaft mit der AOK Hessen als Krankenkassen rückt für uns der Aspekt der Mediengesundheit immer stärker in den Vordergrund. Immer mehr Inhalte zu Medien-Stress, zu exzessivem Spielen und sozialen Konflikten wie Cybermobbing fließen daher in unser Programm ein. Auch im Schuljahr 2019/2020 setzen wir unsere Zusammenarbeit mit der AOK Hessen fort.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Projekte langfristig und nachhaltig ausgerichet sind – dank der Unterstützung der AOK in Kooperation mit den schulischen Fördervereinen.

Stadt Karben | Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas

Project
Stadt Karben

Seit 2015 arbeiten wir mit mehreren Einrichtungen in der Stadt Karben zusammen. Dank gilt der Stadt Karben für unsere Workshops an der Selzerbachschule, an der wir bereits seit 2015 mit Kindern, Elten und Lehrer*innen zusammenarbeiten. An der Kurt-Schumacher-Schule finden 2020 Workshops und Elterninfoabend (mit Unterstützung der AOK) statt, an der Pestalozzischule wird ebenso 2020 ein Info-Abend für Eltern stattfinden.

Im Bereich Kleinkinder und junge Familien – erreichen wir dank kommunaler Unterstützung pädagogische Fachkräfte aus allen, in der Stadt ansässigen, Kindertagesstätten. In 2019 und 2020 finden Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher statt, die durch Informationsveranstaltungen für Eltern von Kleinkindern unterstützt werden.

 

 

 

 

Medienworkshops an der Selzerbachschule in Karben

Februar 19th, 2019

Astheimer

Medienworkshop 6Degrees Jörg Astheimer AOK Selzerbachschule Karben

Die Digitalisierung betrifft auch Kinder im Grundschulalter. Sie und ihre Eltern sind heute mehr denn je mit der Frage konfrontiert, wie man sicher und gesund mit digitalen Medien aufwachsen kann. In diesem Frühjahr wurde an der Selzerbachschule in Karben bereits zum vierten Mal in Folge ein Medienkompetenzprogramm für SchülerInnen der 4. Klassen, Eltern und LehrerInnen von Jörg Astheimer (6 Degrees*) angeboten. Die Veranstaltungen wurden in diesem Jahr als Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsprävention von der AOK Hessen und dem Förderverein der Selzerbachschule finanziert – mit den Schwerpunktthemen Stress- und Suchtprävention – um für den sorgsamen Umgang mit Tablets, Spielkonsolen und Smartphones zu sensibilisieren.

Auch in Karben bestätigt sich der allgemeine Trend, wonach in Familien digitale Geräte immer mehr Raum einnehmen, was auch den Alltag von GrundschülerInnen verändert. Tablets und Spielkonsolen haben Einzug in 9 von 10 Familien gehalten. Spätestens ab dem 5. Schuljahr besitzen die meisten Kinder auch ein eigenes Smartphone. Während Eltern als Grund für den Smartphone-Kauf meist angeben, mit ihren Kindern in Kontakt bleiben zu wollen, steht für die Kinder wiederum der Kontakt zu den Gleichaltrigen an erster Stelle – oft zum Leidwesen der Eltern, da Auseinandersetzungen über die Nutzung von Smartphone und Co. vor allem ab der Pubertät deutlich zunehmen. Für Kinder beginnt der Umgang mit mobilen Geräten bereits in der Kita. Ihre ersten Erfahrungen mit Filmportalen wie YouTube machen viele bereits als Kleinkinder. In der Grundschule kommen eigene Spielkonsolen wie Nintendo Switch oder Playstation (PS4) dazu, die es erlauben, Online mit anderen zu spielen.

Das eigene Smartphone wiederum bietet den Zugang zu Apps wie WhatsApp, Snapchat, Instagram und Tik Tok (früher: Musical.ly). So wundert es nicht, dass mit dem frühen Kauf des Smartphones auch Apps bei Kindern Einzug halten, die eigentlich erst für Jugendliche gedacht sind. Damit verbunden ist das gesundheitliche Risiko, dass Kinder und Jugendliche nachts weiterhin Nachrichten und Statusupdates checken, um nichts aus dem Freundeskreis zu verpassen. Die gesundheitliche Aufklärung mit Unterstützung der AOK hat daher auch das Ziel, alle Beteiligten frühzeitig dafür zu sensibilisieren, welche Risiken mit einer hohen Nutzung von Netzwerken und Messengern verbunden ist. Immerhin hat sich die Nachtnutzung von Smartphones bei Jugendlichen zu einem der größten Probleme entwickelt, das man bereits in der Grundschule im Auge haben sollte.

Spricht man die Kinder selbst auf gesundheitliche Risiken durch Medien an, so steht das Thema Sucht bei den meisten an erster Stelle. Viele von Ihnen kennen es, nicht aufhören zu können und haben bereits selbst negative Erfahrungen damit gemacht oder kennen andere, denen es so erging – die bereits „gesuchtet“ haben, so die typische Wortwahl der Kinder. Die Empfehlungen der Kinder, um eine Online-Sucht zu verhindern, können jeden Ratgeber ersetzen. Die SchülerInnen waren sich einig, dass eine Beschränkung der Medienzeit das wichtigste Mittel ist, um Sucht vorzubeugen. Auch dürften Kinder nicht ihren Alltag, ihre Hobbies und ihre Freundschaften vernachlässigen. Um die Risiken von Mediensucht weiter zu behandeln, wurde das Thema nach Abschluss der Workshops weiterhin im Unterricht vertieft.

Regeln helfen also den Umgang mit digitalen Medien zu begrenzen. Meistens werden diese jedoch nur für Kinder aufgestellt. Den Eltern wurde verdeutlicht, dass eigentlich Medienregeln Priorität haben sollten, die für die ganze Familie gelten. Denn was Eltern selbst mit Smartphone und Tablet als Vorbilder vorleben, prägt die Nutzung der Kinder oft stärker als ein Set von Regeln und Verboten, die ausschließlich für Kinder gelten. Auch hier waren die Kinder gefordert, die im Rahmen der Workshops Regeln formulierten, die sie sich für die Mediennutzung der Eltern wünschen. Das gemeinsame Essen und die gemeinsamen Ausflüge ohne Smartphones oder Tablets zu verbringen stand für die Kinder an erster Stelle. Genauso so wichtig war es den Kindern, dass Eltern pro Tag eine gewisse Zeit ohne digitale Geräte verbringen und ihre Aufmerksamkeit den Kindern zu schenken.

Die Schulleitung der Selzerbachschule war auch in diesem Jahr mit der Durchführung der Workshops sehr zufrieden und bekräftigt die Wichtigkeit einer solchen Maßnahme, die auch in diesem Jahr wieder deutlich wurde. Sie ist an einer langfristigen Fortführung verbunden mit einer Aufnahme ins Schulprogramm interessiert.

Pressemitteilung: Selzerbachschule, AOK Hessen und 6Degrees*

 

Medienkompetenz-Projekte 2018/2019

Oktober 12th, 2018

Astheimer

Neue Projekte (2)

Das neue Schuljahr 2018/2019 starten wir mit zahlreichen neuen Herausforderungen:

Wir werden unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Grundschulen fortsetzen. Zu den bereits bestehenden Schulen werden außerdem eine Grundschule in Geisenheim und eine Grundschule in Friedrichsdorf dazukommen. Im Bereich der Krankenkassen setzen wir unsere erfolgreiche Partnerschaft mit der BKK VBU fort und beginnen außerdem eine neue Zusammenarbeit mit der AOK Hessen.

Die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Workshops geschieht vor allem in Zusammenarbeit mit Andrea Specht von der Karl-Treutel-Schule aus Kelsterbach. Mit einer dritten Klasse sowie eine Fokusgruppe von Schülern der 6. Klasse werden wir auch in diesem Jahr neue Konzepte erarbeiten und evaluieren. Dabei werden wir uns insbesondere dem Thema Computerspiele widmen. Wir versuchen dabei vor allem die Erlebnis- und Erfahrungswelten von Grundschulkindern transparent zu machen.

Auch im Bereich Kitas und Kleinkinder haben wir im letzten Jahr unser Programm deutlich ausgebaut. Im neuen Schuljahr stehen zahlreiche Workshops für Eltern, ErzieherInnen und Familienbegleiterinnen in verschiedenen Kitas in Hessen an. Wir freuen uns, mit dem Projekt Frühstart einen guten Partner gefunden zu haben. Erstmals werden wir nun in diesem Bereich neben Erwachsenen auch mit Kindern zusammenarbeiten. Dazu starten wir mit der Kita St. Michaelis aus Flörsheim ein erstes Pilotprojekt mit Kleinkindern.

Im Bereich der weiterführenden Schulen und der Schulsozialarbeit arbeiten wir vor allem mit der Karbener Kurt-Schumacher-Schule zusammen. Hier geht es im neuen Schuljahr vor allem um die  Weiterentwicklung und Umsetzung des bestehenden Medienkonzept ist der Schule.  Hier geht es um die Mitarbeit bei Umfragen und Informationsveranstaltungen.

Bis zu 200 Nachrichten pro Tag – Schon Grundschüler sind gestresst von Smartphones – Workshop zur Prävention

Dezember 8th, 2017

Astheimer

Medienkompetenz Kelsterbach Astheimer KTS

Kelsterbach (mki). Eine Woche lang die blauen Häkchen und damit die Lesebestätigung der WhatsApp-Nachrichten auf ihrem Smartphone ausschalten: Diese Hausaufgabe hatte die Klasse 4d der Karl-Treutel-Schule bekommen. Einige nutzten die Aufgabe, um ihr Handy sogar mal einen Tag gar nicht in die Hand zu nehmen: „Am nächsten Tag hatte ich 200 Nachrichten auf dem Handy“, berichtete ein Schüler von den vielen empfangenen Smileys und Kettenbriefen. „Das nervt, vieles lese ich dann gar nicht.“ Andere Schüler gaben zu, dass sie von dem ständigen Aufblinken und Bimmeln des Handys abgelenkt oder sogar gestresst seien.

In die nunmehr zweite Runde ging das Projekt „Sicher am Handy und im Internet“ zur Stress- und Suchtprävention. Bereits im letzten Jahr hatte es an den beiden Grundschulen – der Bürgermeister-Hardt-Schule (BHS) und Karl-TreutelSchule (KTS) – Workshops zum Thema gegeben.

„Das ist in diesem Alter leider schon relevant – da kommen nämlich die Ersten mit Tablet und Spielkonsole, später auch mit dem Handy in Berührung“, sagte Jörg Astheimer, der zusammen mit Lehrerin Andrea Specht das Medienkompetenz-Programm an den beiden Grundschulen entwickelte.„Ab der dritten Klasse fängt es mit den Handys an – Handy meint heute nicht mehr Tastenhandys, sondern internetfähiges Smartphones“, so Astheimer, der feststellte, dass schon über die Hälfte der Schüler in der vierten Klasse ein eigenes Smartphone besitzt. Während der letzten Workshop-Stunde in der Klasse 4d der KTS wurden unter anderem Themen wie die Nachrichtenfunktion auf WhatsApp sowie die unbeaufsichtigte Nutzung vom Videodienst YouTube behandelt.

Längst nutzen die Kinder das Smartphone nicht mehr zum Telefonieren, sondern schauen sich vor allem Videos an und spielen Spiele. „Die Kinder nennen es ‚Suchten‘“, berichtete Astheimer. Dabei spielen sie mehrere Stunden am Tag ein Spiel oder sind anderweitig im Internet und am Handy unterwegs – und das zum Teil auch nachts. Eine Umfrage in den Klassen ergab, dass 80 Prozent der Kinder ihre Smartphones mit ins Bett nehmen. Astheimer appelliert an die Eltern, den Umgang mit den Smartphones zu kontrollieren: „In der Nacht sollte es auf jeden Fall weg, auch muss man für den Tag begrenzte Zeiten vereinbaren.“ Einige der Kinder berichteten auch von Spielen ab 18 Jahren, die ihnen durch Freunde und Verwandte zugänglich gemacht werden. „Die Spiele mit Altersbeschränkung haben einen Grund: Sie zeichnen sich durch ihre Brutalität aus, es wird geschossen und Leute getötet“, erklärte Astheimer, der die Kinder davor schützen möchte.

Welchen Risiken sich die Kinder am Smartphone aussetzten, wurde auch beim Thema Online-Spiele deutlich. Dabei können die Kinder mit einem selbst gestalteten Avatar mit anderen Spielern agieren und sogar chatten. „Einige haben damit schon Erfahrungen gemacht und wurden zum Teil sogar von Fremden angeschrieben“, so Astheimer. Der Experte gab zu bedenken, dass sich nicht nur andere Kinder in den Online-Spielen aufhalten. „Dabei sollte man gleich die Eltern um Hilfe rufen und ihnen alles zeigen, wenn einem etwas komisch vorkommt.“ Um solche Dinge festzuhalten, zeigte Astheimer, wie man einen Screenshot vom Bildschirm anfertigt. Außerdem gab er den Tipp, dass die Kinder im Internet nie ihren richtigen Namen angeben, sondern nur Spitz- und Fantasienamen nutzen sollen. Auch sollten die Kinder auf keinen Fall ein Bild von sich verwenden.

Vom Handy-Projekt, finanziert durch die Krankenkasse BKK-VBU, ist auch Klassenlehrerin Verena Dietz begeistert: „Vieles, was Herr Astheimer den Kindern vermittelt, habe ich selbst nicht gewusst“, so Dietz. „Im Unterricht dürfen die Kinder ihr Handy eigentlich nicht dabei haben. Wenn es doch mal klingelt, wird es eingesammelt.“ „Wieso brauchen wir eigentlich schon ein Smartphone“, fragte eine Viertklässlerin. Auf diese Frage fand Jörg Astheimer keine Antwort – denn eigentlich braucht man in diesem Alter noch keines. „Kinder vermissen es nicht, wenn sie kein Handy haben“, so Astheimer.

Am heutigen Donnerstag, 30. November, finden zwei Elternabende zum Thema in der Aula der KTS statt. Für Eltern der 4. Klassen geht es um 18.30 Uhr los. Im Anschluss um 20 Uhr sind Eltern der Klassen 1 und 2 eingeladen.

Text und Foto: Kriewitz, Freitagsazeiger, 30.11.2017, S. 15

Eine Weihnachtsgeschichte für die Selzerbachschule in Karben

Dezember 6th, 2017

Astheimer

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In der letzten Woche vor Weihnachten wird Jörg Astheimer noch Mal eine Weihnachtsgeschichte mit auf den Weg nehmen und in der Selzerbachschule in Karben zu Besuch sein. Für alle Schülerinnen und Schüler gilt es, ein paar Minuten abzuschalten und die Schulwoche mit einer Geschichte zu beginnen.

Jedes Jahr organisiert die Selzerbachschule im Dezember kleine Lesungen, mit denen die Kinder auf Weihnachten eingestimmt werden. Nachdem die letzten Monate auch bei uns vor allem medial bestimmt waren und digitale Kindermedien im Vordergrund standen, freuen wir uns schon darauf abzuschalten und eine schöne Weihnachtsgeschichte zu erzählen.

Pressegespräch mit Jürgen Schenk von der Wetterauer Zeitung über Digitale Medien und Kinder

Dezember 4th, 2017

Astheimer

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Unsere Workshops und Vorträge, die wir zwischen den Herbst- und Winterferien an verschieden Schulen in der Region gehalten haben, runden wir nun mit einem Pressegespräch mit der Wetterauer Zeitung ab. Jürgen Schenk wird zu Besuch bei uns sein und mit Jörg Astheimer über die Herausforderungen für Eltern und Kinder sprechen, um mit digitalen Medien als Schüler gesund umzugehen.

Da die Zusammenarbeit mit Vertretern der Krankenkasse (BKK VBU), Schulleitungen, Schulsozialarbeit, Lehrerinnen/Lehrern und der Caritas als Träger der Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat, ist ein umfangreicher Eindruck entstanden, wie Grundschulkinder gegenwärtig mit Smartphone und Tablet aufwachsen, welche Risiken sie begleiten und wie man sie unterstützen kann..

Wunschbaum-Aktion in Karben mit 93 Weihnachswünschen

Dezember 1st, 2017

Astheimer

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Die Adventszeit hat für uns mit einer gemeinwohlorientierten Arbeit begonnen – als Akteure der Bürgerstiftung „Unser Karben“. In Karben gibt es seit mehreren Jahr die Wunschbaum-Aktion in der Adventszeit.

Wer Bedürftig ist, darf Weihnachtswünsche äußern und bekommt diese von anderen Karbenern erfüllt.  Es ist ein kleiner Beitrag, dass Kinder und Erwachsene, die sich aus eigener Kraft die Wünsche nicht selbst erfüllen können, eine Chance darauf haben. Mehr als das, ist es auch ein Zeichen dafür, über die Adventszeit hinaus 2018 noch mehr gegen Armut und soziale Ungleichheit zu unternehmen.

Aktiv mit gestaltet hat den Wunschbaum vor allem Astrid Rüger von der Stadt Karben, die wir bei dieser Gelegenheit kennenlernen durften. Über eine längere Zeit haben die Kinder der KITA Märchenexpress Namensschilder gebastelt und dabei auch erfahren, was es bedeutet, wenn Menschen sich ihre Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen können.

Einen sehr schönen Bericht von Dennis-Pfeiffer-Goldmann über die Aktionen mit O-Tönen der beteiligten Kinder findet man in der Bad Vilbeler Neuen Presse vom 02.12.2017.

Vortrag für Eltern und Lehrerinnen in der Kurt-Schumacher-Schule in Karben

November 25th, 2017

Astheimer

01: “Die technische Entwicklung stellt uns im Schulalltag vor neue Herausforderungen“: Ursula Hebel-Zipper, Rektorin der Kurt-Schumacher-Schule.

02+03: Spricht über Medienkompetenz: Medienwissenschaftler Jörg Astheimer.

04: Blick auf das eigene Nutzerverhalten: Beim Vortrag in der KSS-Aula lernen auch die Eltern noch den ein oder anderen Tipp im Umgang mit ihrem Smartphone.

05+06: Medienkompetenz praxisnah: Medienwissenschaftler Jörg Astheimer fordert die Eltern auf, selbst in die Welt der Apps einzutauchen - und verrät noch unbekannte Tricks.

Ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern beim Elternabend an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben. Den Start haben wir Anfang des Jahres an der Schule mit einer Lehrerinnen-Fortbildung gemacht, auf die nun ein Vortrag mit Infos und Handlungsempfehlungen für Eltern folgte.

Jana Kötter war mit dabei und hat einen Bericht über den Vortrag von Jörg Astheimer für die Bad Vilbeler neue Presse (20.11.2017) verfasst.

Ein Baby, Windeln tragend, es kann sich kaum selbstständig im Sitzen halten. Selig lächelt es im weißblauen Licht des Smartphones, tippt auf dem Display herum – und fängt herzzerreißend an zu brüllen, wenn die Mutter dem Kleinstkind das Handy aus der Hand nimmt. Als Ursula Hebel-Zipper das kurze Video zeigt, lachen einige verhalten. Viele der Eltern kennen solche Szenen auch mit ihren Kindern, auch wenn diese in der fünften und sechsten Klasse sind.

„Medienbildung ist zum absoluten Muss geworden“, betont die Rektorin der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) die Notwendigkeit, wie sie sagt, zum Vortrag über Medienkompetenz zu laden. Auch im Schulalltag selbst: „Die technischen Errungenschaften haben uns in den vergangenen Jahren immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.“

Eher Ranzen vergessen

Wie diese Herausforderungen aussehen, das wissen auch die Eltern. Rund 70 Mütter, Väter und Lehrkräfte sind der Einladung in die Aula gefolgt. „Mein Sohn würde eher seinen Ranzen vergessen als sein Smartphone“, sagt der Vater eines 13-Jährigen. Eine andere Mutter berichtet von Mobbing im Klasse-Chat: Das Opfer ist der einzige Junge, der in der fünften Klasse noch kein Handy hat. Medienwissenschaftler Jörg Astheimer kennt all diese Probleme.

Er will Eltern und Lehrkräfte daher zeigen, wie sie das Aufwachsen mit der Technik begleiten und in gesunde Bahnen lenken können. Eine erste Fortbildung für Lehrkräfte der KSS hat dazu bereits stattgefunden, seit Anfang des Schuljahrs arbeitet die Schule explizit am Thema Medienkompetenz und hat dazu sogar eine einige Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.

Laut Hebel-Zipper ist es bei dem Thema wichtig, dass Eltern und Schule „Hand in Hand“ gehen, wie er sagt. Doch gerade für die Eltern ist das kompetente Begleiten ihrer Schützlinge nicht immer einfach, weiß Medienprofi Astheimer. „Mit 13 kennen Ihre Kinder das Smartphone besser als Sie. Das ist für Sie keine einfache Situation.“ Tatsächlich bestätigt sich im Dialog mit den Zuhörern schnell, dass der deutliche Großteil der Kinder mit Eintritt in die fünfte Klasse ein eigenes Handy bekommen hat. Die beliebtesten Apps: WhatsApp, Youtube, Snapchat, aber auch Spiele wie Minecraft.

Wird diese Mediennutzung nicht begleitet, sind die Folgen oft drastisch: Stress, das Gefühl immer erreichbar sein zu müssen, Auswirkungen auf Schulnoten und Folgen für die Gesundheit. „Die Kids merken das selber und fühlen sich bereits früh gestresst“, weiß Astheimer aus zahlreichen Workshops an verschiedenen Grundschulen. Eins von zehn Kindern sei suchtgefährdet, sagt der Experte mit Verweis auf Studien.

Selbst entscheiden

Den Eltern gibt er daher konkrete Tipps an die Hand – etwa sollten Geräte wie Smartphones und Tablets niemals nachts im Kinderzimmer verfügbar sein. Bei der empfohlenen Zeit gibt es hingegen keine einfache Faustregel. Wie viel Handy am Tag gut ist, das muss letztlich aber jede Familie selbst entscheiden. Astheimers Meinung? „Wenn ich eine elfjährige Tochter hätte, würde ich am Tag nicht mehr als eine Stunde erlauben.“

Kompliziert wird es auch bei der Rolle der Eltern: Sie müssen Ansprechpartner bleiben, dürfen den Kontakt zu den Schützlingen nicht verlieren. Ziel ist eine vertrauensvolle Beziehung, in der Kinder – wenn doch mal etwas schief läuft – sich an die Eltern wenden können. Von Überwachung, etwa durch Protokollierung der besuchten Internetseiten, rät der Profi ab. Sich selber Profile in sozialen Medien anzulegen, um die Welt des eigenen Kindes verstehen zu können, sei hingegen ein sinnvoller Schritt. „Seien Sie der Co-Pilot Ihres Kindes“, rät Astheimer.

Ganz wichtig, betont er, sei die Vorbild-Funktion der Eltern. Eifrig schreiben einige von ihnen mit – und ja, einige tippen zwischendurch auch auf ihrem Smartphone. Dass beim gemeinsamen Essen das Handy Tabu ist oder im Urlaub handyfreie Zeiten eingelegt werden, sei wichtig um vorzuleben, dass man nicht immer erreichbar sein muss. Und, so fügt er noch hinzu, „fördern Sie alles, was nichts mit dem Handy zu tun hat!“ Und dann lobt Astheimer die Klänge der Schulorchester-Probe, die aus dem Nebenraum der Aula zu hören sind.

Quelle: Bad Vilbeler Neue Presse, 20.11.2017  Text und Bild: Jana Kötter

 

Fragen zu Online-Medien aus Elternsicht in der 5. und 6. Klasse

November 10th, 2017

Astheimer

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Aus Kindern werden Jugendliche, die sich mit Smartphones, Tablets und Spielkonsolen vernetzen, Online für bestimmte Dinge interessieren und ihre eigene Persönlichkeit entwickeln. Sie nutzen WhatsApp, Instagram, Snapchat,  Youtube – und überlassen Facebook gerne ihren Eltern.

Welche Fragen sind eigentlich aus Elternsicht in der 5. und 6. Klasse von Relevanz. Wir haben einige zusammengetragen. Als Eltern könnten Sie sich fragen

  • Was sind eigentlich die Lieblings-Apps ihrer Kinder?
  • Kennen Sie diese? Und: wie stehen Sie dazu?
  • Wissen sie, was Ihre Kinder auf Youtube schauen, welchen Internet-Vorbildern sie nacheifern und was sie nachahmen?
  • Was halten sie von deren Beauty-, Lets Play-, Prank-, Life-Hack- und Challenge-Videos?
  • Haben Sie für sich geklärt: Was machen Ihre Kinder Online auf eigene Faust? Und: wo sind Grenzen oder Unterstützung notwendig?
  • Geben sie zum Beispiel Apps noch vor?
  • Welche zeitlichen Grenzen sollten sie setzen?
  • Welche Software gibt es, um Zeiten, Apps und Inhalte als Eltern vorzugeben?
  • Wann beginnt eigentlich Medien-Stress und -Sucht?
  • Und was sind die schulischen und die privaten Auswirkungen davon?
  • Welche Medienkompetenzen bereiten wiederum ihr Kind auf die berufliche Zukunft vor?
  • Wie begegnen sie als Eltern eigentlich dem Stress von WhatsApp-Klassengruppen?
  • Klären und regulieren ihre Kinder untereinander, was im WhatsApp-Chat geht und was nicht?
  • Was machen Sie, wenn sich ihre Kinder via Youtube oder Musical.ly der Welt präsentieren wollen?
  • Was sollten ihre Kinder auf Instagram besser nicht von zeigen?
  • Wie gehen sie vor, wenn zum Beispiel aus Streit und Ausgrenzung Mobbing wird?
  • Kann sich ihr Kind eigentlich online selbst behaupten, zur Wehr setzen? Kann es anderen helfen?
  • Wo ist hinschauen gefragt und wo braucht ihr Kind Eltern, die auch Mal wegsehen?
  • Anders gesagt: Wo müssen Sie ihr Kind schützen oder wo seine Privatsphäre achten?
  • Wie reagieren sie bspw. wenn ihr Sohn Snappchat zum „sexting“ mit der Klassenkameradin benutzt?
  • Wie verhalten sie sich, wenn ihr Kind im Netz Gleichgesinnte zu Suizid oder Magersucht/Anorexie sucht und findet?
  • Was ist eigentlich, wenn ihr Kind oder andere Kinder Online bedroht oder sexuell belästigt werden?
  • Wie verhalten sie sich, wenn sie erfahren, dass Freunde ihrer Kinder Online gefährdet sind?
  • Warum ist eigentlich ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrem Kind angesichts der genannten Punkte wichtig?
  • Schaffen Sie es, immer Ansprechpartner zu bleiben?
  • Und darüber hinaus: Wie kommen sie bei all den genannten Punkten mit anderen Eltern eigentlich auf einen gemeinsamen Nenner?
  • Last but not least: Wer hilft ihnen und/oder ihrem Kind eigentlich seitens der Schule?

Unterstützung sozialer Teilhabe von Jugendlichen des Berufsbildungswerks

November 3rd, 2017

Astheimer

Teilhabe

Das Thema soziale Teilhabe stand für die Bürgerstiftung „Unser Karben“ in diesem Monat mit auf der Tagesordnung. Karben beherbergt das Berufsbildungswerk (bbw) Südhessen, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Ausbildung in mehr als 30 Berufen bietet.

Gemeinsam mit Carmen Bergmann und Tobias Vogeler vom bbw haben wir in der Stiftung über Wege gesprochen, um den Jugendlichen des BBWs den Zugang zu Karbener Vereinen zu erleichtern. Sport und Kunst erschienen uns als zwei wichtige Handlungsfelder, die für die Jugendlichen noch stärker erschlossen werden sollten. Dabei war uns wichtig, nicht nur finanzielle Lösungen im Auge zu haben, sondern auch soziale. So sollte bspw. bei Sportvereinen und Übungsleitern eine Offenheit gegenüber einer Teilhabe der Jugendlichen bewusst gefördert werden.

Aber auch die finanzielle Seite gilt es zu beachten. So wäre es hilfreich, wenn die meisten Vereine Lösungen anbieten würden, damit alle Jugendlichen – auch unabhängig von der finanziellen Ausstattung des Elternhauses – über einen längeren Zeitraum eine Sportart probieren könnten. Hierzu hat das BBW mit einigen Vereinen bereits Paket-Lösungen erarbeitet.

Ebenso wichtig für die Entwicklung der Jugendlichen ist das Thema Kunst. Hier konnte am Abend bereits eine Verbindung zur Karbener Künstlerinitiative e.V. (KKI) hergestellt werden, für die Peter Mayer  Auch hier steht im Vordergrund, dass die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, über Kunst neue Erfahrungen und Kontakte jenseits des BBWs zu machen. Da die KKI im kommenden Jahr ein Projekt im Bereich der Kunstvermittlung verwirklichen möchte, konnten sofort Anknüpfungspunkte gefunden werden. Eine Zusammenarbeit ist vor allem deswegen naheliegend, da das Kunstprojekt im Rahmen des hessischen Förderprogramms „Kulturkoffer“ nun eine Gruppe mit erschwerten Bildungs- und Teilhabechancen Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur ermöglicht.

Es freut mich, dass die Stiftung damit einen ersten Schritt zur Förderung sozialer Teilhabe gemacht hat.

Treffen Fokus-Gruppe Medienkompetenz

Oktober 20th, 2017

Astheimer

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Am ersten Tag der Herbstferien gab es ein Wiedersehen mit einer Gruppe von Jugendlichen in der Kelsterbacher Karl-Treutel-Schule. Andrea Specht war mit von der Partie, die alle Projekte mit uns entwickelt. Von den ehemaligen Grundschülern trafen wir Luca, Zacharias, Ben und Mehmet, die nun nach einem Jahr zum ersten Mal wieder zusammengekommen sind.

Die vier haben 2016 an mehreren Workshops von uns teilgenommen. Beim Wiedersehen hatten sich alle sich viel zu erzählen, WhatsApp-Neuheiten auszutauschen und Youtuber anzuschauen. Es gab selbst gemachte Skins von Minecraft zu bestaunen und eine Online-Umfrage über die Klassenkameraden zu beantworten, die uns alle gefesselt hat.

Wir wollten wissen, wie es bei Ihnen nach den Workshops im 4. Schuljahr weitergegangen ist. Was waren Ihre Erfahrungen und Erlebnisse? Was können sie anderen Schülern und Eltern empfehlen? 

In einem waren sich alle einig. Man müsse die Eltern unbedingt darüber aufklären, die Kinder in den Zeiten zu beschränken. So berichtete Zackarias, wie er es aufgrund eines handy-freien Monats geschafft hat, sich zu konzentrieren und zu lernen, was ihm schließlich sogar zu einen Preis beim Schulwettbewerb verhalf. Wie er schildern viele Kinder positive Erfahrungen – Schlüsselerlebnisse, die sie während handy-freien Zeiten gemacht haben. Doch auch die Kehrseite ist bekannt. Alle kennen abschreckende Beispiele von Kindern, die sich abschotten und mit Chips und Cola ihre Zeit vor Computerspielen verbringen.

In solchen Zusammenhängen fällt natürlich das Schlagwort Sucht und den meisten Kindern fällt augenzwinkernd jemand ein, der Mal „gesuchtet“ (O-Ton der Schüler) hat, aber mittlerweile wieder davon losgekommen ist. Alle Kinder aus unserer Fokus-Gruppe weisen den Eltern die Verantwortung zur Regulierung zu. Sich Grenzen beim Medienkonsum selbst zu setzen, sei den Kids kaum möglich. Grenzen ja – aber auch Flexibilität sei gefordert. Ein Spiel soll man zu Ende spielen und ein Youtube Video auch zu Ende schauen dürfen. Da ist man sich einig.

Rückblick Neue Angebote 2017

Januar 13th, 2017

Astheimer

Neue Projekte (1)

Bereits im Frühjahr 2016 haben wir die Bescheinigung des staatlichen Schulamtes in Rüsselsheim erhalten, dass unsere Schüler Workshops ordnungsgemäß der Aus-, Fort- und Weiterbildung dienen. Wir konnten das Schulamt mit den Inhalten unserer Workshops und der bisherigen Unterrichtserfahrung von Dr. Jörg Astheimer überzeugen.

In diesem Jahr haben wir weiter an den Inhalten unserer Workshops für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen gearbeitet. Den Start haben wir mit den Themen Sicherheit und sorgsamer Umgang mit Smartphone, Tablet und  Spielkonsolen gelegt. Nun haben wir für die vierten und fünften Klassen die Themen soziale Konflikte und Cybermobbing dazu genommen.

Außerdem haben wir seit Jahresbeginn 2017 auch Lehrerinnen-Workshops mit im Angebot. Die Themen für Elternabende wurden ebenso ausgeweitet. Unser Angebot beginnt nun in der in der dritten und reicht bis zur sechsten Klasse.

Reportage der Frankfurter Rundschau über die Mentor Leselernhilfe in Karben

November 15th, 2016

Astheimer

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Unsere Leselernhelfer in Karben hatten Besuch von der Frankfurter Rundschau. Andreas Groth berichtet in seiner Reportage, die heute im Rhein-Main-Teil erscheint, aus einer Lernhilfestunde an der Pestalozzischule in Groß-Karben.

Die Mentorinnen und Mentoren helfen den Kindern lesen zu lernen – allerdings ohne Leistungsdruck, um den Kindern auch die grundsätzliche Freude am Lesen zu vermitteln.

Zum Beitrag der Frankfurter Rundschau

Wer selbst in Karben oder in einem anderen Ort Lesementorin oder Mentor werden will, kann sich über uns gerne direkt mit Jörg Astheimer in Verbindung setzen.

E-Mail: mentor@asheimer.net

 

 

Cyberkrank – Im Dialog mit Manfred Spitzer

Oktober 5th, 2016

Astheimer

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Manfred Spitzer war heute zu Gast in Kelsterbach, was uns die Gelegenheit bot, ihn nach seinem Vortrag persönlich zu sprechen. Spitzer ist für seine kritische Sichtweise digitaler Medien bekannt, die er prominent in seinen Büchern „Digitale Demenz“ und „Cyberkrank“ darlegt. In seinem Vortrag ging es nun um die Risiken der Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche. 

Vieles von dem, was Spitzer am heutigen Abend an Forschungsergebnissen ausbreitete, überzeugte. Klar: Ein allgemeines Smartphone-Verbot an einer Schule führt zu einer Verbesserung der Schulnoten. Nichts anderes ist beim Verzicht auf eine Playstation zu erwarten. Der Besitz einer Spielkonsole führt zur Verschlechterung in der Schule. Spitzer zieht aus den Studien die Konsequenz, dass Kinder so wenig digitale Medien wie möglich nutzen sollten. Eine wichtige Empfehlung, die man auf jeden Fall allen Eltern weitergeben kann.

Über einen positiven Nutzen digitaler Medien für Kinder und Jugendliche konnte man an diesem Abend nicht sprechen. Das war aber auch nicht das Thema. Dennoch: die Studien, die Spitzer im Gepäck hatte, machten ebenso deutlich, dass es auch Schüler gibt, auf die die Nutzung digitaler Medien keinen negativen Einfluss hat. Wichtig ist zu wissen, für wen das gilt. In erster Linie sind dies eben jene Kinder, deren Eltern einen hohen sozialen Status besitzen. Beruf, Einkommen und Bildung der Eltern entscheiden dann doch darüber, wie Medien genutzt werden und welche Folgen die Nutzung für die Kinder hat.

Trotz der Evidenz bleibt Spitzer seiner Position treu, Eltern zu empfehlen, ihren Nachwuchs medienfrei zu erziehen, was sich jedoch nur schwer nachvollziehen lässt.

Im weiteren habe ich persönlich noch Mal nachgefragt, ab welchem Alter denn man seinen Kindern ein Handy geben könne. Dabei war es mir wichtig zu betonen, dass Kinder bzw. Jugendliche ohne Handy zu Außenseitern innerhalb der Peer-Group werden. Spitzer hält es auch hier nicht für notwendig, dem Wunsch der Kinder nachzugeben. Bis zum Erwachsenenalter sieht er keinen Bedarf, dass Jugendliche ein Handy bräuchten. Sie müssen in der Lage sein, den Gruppendruck auszuhalten. Spitzer machte mir dabei auch klar, dass insbesondere die Deutschen aus ihrer Geschichte heraus gelernt haben sollten, nicht zu Mitläufern zu werden. Ich hätte an dieser Stelle doch eher eine Position erwartet, wie: so wenig Medien wie notwendig.

Spätestens an diesem Punkt stellt sich die Frage, genauer auf die Realität zu schauen und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick zu bekommen. Immerhin geht es nicht um selbstständige Erwachsene, sondern um Heranwachsende, die nur im Austausch mit ihrer Umwelt groß werden. Und dies geschieht mehr denn je medial – heute vor allem mittels eigenem Handy.

Demnach bleiben wir dran und suchen konkrete Lösungswege, wie Eltern den maßvollen Umgang fördern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop zu Gestaltungsmöglichkeiten der Leselernhilfe in Karben

September 27th, 2016

Astheimer

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Seit 2 Jahren sind mittlerweile über 50 Leselernhelfer in den Gemeinden Karbens und Nidderaus ehrenamtlich tätig und helfen vielen Grundschülern mit ihren wöchentlichen Lesestunden. Zur Leselernhilfe gehört auch eine kontinuierliche Weiterbildung und der Austausch unter den engagierten Mentorinnen und Mentoren. Es gibt immer wieder Treffen der in Karben wirkenden Leselernhelfer, um die Lesestunden mit den Kindern weiter zu verbessern.

Dieses Mal wird Claudia Bröse zur Frage referieren, welche Gestaltungsmöglichkeiten es bei der Leselernhilfe gibt. Die Veranstaltung wird ausgetragen von Mentor Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit den Bürgerstiftungen Karbens und Nidderaus.

  • 27.09.2016 um 17.00 Uhr im Kuhtelier, Hof Schloss Leonhardi
  • Ansprechpartner: Jörg Astheimer (Bürgerstiftung Unser Karben)

Publikation Qualitative Bildanalyse von Jörg Astheimer erscheint im August bei Nomos

Juli 27th, 2016

Astheimer

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Wie analysiert man Bilder? Jörg Astheimer widmet sich der Frage der Analyse gesellschaftlicher und kultureller Bedeutungen von Fotografien. Nachzulesen in dem aktuell erscheinenden Band „Qualitative Bildanalyse“ der Serie „Short Cuts / Cross Media“ im Nomos Verlag. Viel Spaß bei der Lektüre.

Nun noch das Abstract zum Buch:
Fotografische Bilder zählen heute zu den wichtigsten Kommunikationsmedien. Angesichts der Zunahme und Differenzierung des gesellschaftlichen Gebrauchs digitaler Fotografien wird die systematische und strukturierte Bildanalyse immer wichtiger. Die Zielsetzung dieses Bandes ist daher methodischer und methodologischer Natur. Der Autor geht der Frage nach, wie sich Fotografien vor dem Hintergrund des qualitativen Paradigmas theorie- und regelgeleitet analysieren lassen. Dazu wird eine Methode der Bildanalyse entwickelt, welche die Rekonstruktion der sozialen und kulturellen Bedeutungs- und Sinngehalte von Fotografien zum Ziel hat. Diese wird systematisch dargelegt und anhand der Analyse einer Werbefotografie exemplarisch vorgestellt.

Zum Angebot bei NOMOS und AMAZON

 

 

 

 

Klicksafe.de für Sicherheit im Netz – Forschungsergebnisse von Jörg Astheimer

Juni 22nd, 2016

Astheimer

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Gerade ist uns aufgefallen, dass die Forschungsergebnisse von Jörg Astheimer (gemeinsam mit Klaus Neumann-Braun und Axel Schmidt) in die Unterrichtsmaterialien von Klicksafe eingeflossen sind.

In diesem Fall geht es um die Art der Übernahme der Geschlechterstereotype durch jugendliche Facebook-Nutzer. Nachzulesen in Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben; Baustein 3: „Mediale Frauen- und Männerbilder“.

 

Baustein-3

klicksafe.de ist die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Für Eltern und Kinder bietet Clicksafe umfangreiche Materialien, um Kinder und Jugendliche beim Umgang mit Online-Medien zu unterstützen. Dazu gehören auch Unterlagen für den schulischen Unterricht.

Mehr unter www.klicksafe.de

„Schüler checken, wie die neuen Medien funktionieren“ – Bericht der Frankfurter Neuen Presse (FNP)

Juni 20th, 2016

Astheimer

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Die Frankfurter Neue Presse thematisiert im Juni unsere Seminare für Kinder, Lehrer und Eltern an der Grundschule in Klein-Karben. Die Kinder bekamen in den Workshops genügend Raum, um von Ihren negativen Erfahrungen mit Smartphones zu berichten. Von vielen hörten wir, dass ihnen Viren, Werbung und lästige WhatsApp-Gruppen die größten Sorgen bereiten.

 

Selzerbachschüler checken, wie die neuen Medien funktionieren (Frankfurter Neue Presse, 16.06.2016)

Karben. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung „Unser Karben“ hat die Selzerbachschule im Karbener Stadtteil Klein-Karben einen Medienworkshop veranstaltet. Das berichtet Konrektorin Sonja Mahnke. Dabei lernten die Schüler der vierten Klassen den sicheren Umgang mit ihrem Handy und Anwendungen wie den Nachrichtendienst Whats App. Außerdem erfuhren die Eltern, wie sie ihre Kinder beim Umgang mit Medien unterstützen können.

Das Angebot ist bei den Schülern auf sehr große Resonanz gestoßen. Der Nachwuchs aus Karben war begeistert und motiviert bei der Sache. Die beliebte Smartphone-Anwendung Whats App wurde von allen Seiten beleuchtet. Es wurde aufgezeigt, welche Risiken mit der App verbunden sind.

Es zeigte sich: Viele der Grundschüler haben bereits realisiert, dass die beliebten Gruppenchats in Whats App teilweise regelrechten Kommunikationsstress auslösen können. Ebenso bergen App-Store und Smart-Store für die Kinder zahlreiche Gefahren, ungewollt auf Inhalte zu stoßen, die bei ihnen Angst auslösen.

Angesichts dieser und anderer Risiken legen die Schule und die Bürgerstiftung „Unser Karben“ großen Wert auf eine langfristige Unterstützung der Kinder. Daher wurden auch die Eltern eingebunden, die über die spezifischen Gefahren aufgeklärt wurden. Handlungsempfehlungen an Kinder und Eltern rundeten das Workshop-Angebot ab, das von der Initiative „6 Degrees“ durchgeführt wurde.

Als Bilanz lässt sich aus Sicht der Schulleitung sagen: Der Medienworkshop ist bei allen Beteiligten – bei Lehrerinnen, Schülern und Eltern – sehr gut angekommen. Den Kindern wurde der Raum gegeben, Erfahrungen und Probleme rund um Smartphone und Whats App auszutauschen – und gemeinsam auch Lösungen zu finden. Schüler und Eltern erkannten, so Mahnke, dass Begleitung und Unterstützung notwendig sind. Insofern wünschen sich Lehrerinnen und Eltern ein erneutes Angebot des Workshops im Jahr 2017. (fnp)

Zum Beitrag der Frankfurter Neuen Presse

 

 

Betreute Bachelorabeiten – Duales Studium Sommer 2016

Juni 1st, 2016

Astheimer

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Auch in diesem Jahr stehen wieder einige Bachelorarbeiten der Bereich Wirtschaftsinformatik auf der Tagesordnung. Aktuell betreue und begutachte ich Arbeiten in den Bereichen Cognitive Computing (IBM Watson) und Risikoanalyse, Kollaborationsplattformen (Sharepoint, Dropbox), Realtime Analytics und positive Arbeitsbeziehungen. Wie immer geht es bei den Arbeiten an der DHBW Mannheim um den Einsatz neuester Technologien in Unternehmen.  

 

Bildquelle: Foto von Patrik Goethe auf unsplash.com

„Ihr seht nie, was ein anderer fühlt“ – Freitags-Anzeiger berichtet über Medienkompetenzworkshops in Kelsterbach

Mai 9th, 2016

Astheimer

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Denk, bevor du schreibst. Workshop über den richtigen Umgang mit Smartphones


Kelsterbach (lsk). „Ihr seht nie, was ein anderer fühlt, wenn ihr auf WhatsApp schreibt“, erklärte Jörg Astheimer den Mädchen und Jungen. Der Medienwissenschaftler und Diplom-Soziologe besuchte die 3. und 4. Klassen der Karl-Treutel-Schule (KTS), um im Rahmen des Workshops „Sicher am Handy und im Netz“ die Schüler über den Umgang mit Kurznachrichtendiensten aufzuklären. 

Zusammen mit Christina Richters von der Vereinigte BKK, die das Projekt finanzierte, suchte Astheimer das Gespräch mit Schülern. Mit der Klasse 4b sprachen Astheimer und Richters über den maßvollen Umgang mit Smartphones. Schnell stellte sich heraus, wie hoch der Aufklärungsbedarf war, denn schon von den Viertklässlern besaßen fast alle ein Smartphone, nur drei Kinder nutzten den Kurznachrichtendienst WhatsApp nicht. Astheimer und Richters animierten die Schüler dazu, eigene Erfahrungen zu teilen und Lösungswege zu entwickeln. Vor allem WhatsApp schien die Kinder zu beschäftigen. Die Viertklässler berichteten, genervt, sogar regelrecht gestresst zu sein von der hohen Anzahl der täglichen Nachrichten. Auch Mobbing oder Stalking war den Kindern nicht fremd. Als weiteres Problem benannten die Schüler, dass die Kommunikation über den Nachrichtendienst unpersönlich sei.

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Viele Fragen zum Thema Smartphones und Kurznachrichtendienste wie WhatsApp hatten die Schüler der Klasse 4b an Christina Richters (links) und Jörg Astheimer (lsk)

„WhatsApp zerstört Freundschaften“, meinte sogar der zehnjährige Nobel. Er habe einen Streit mit seinem Freund Miguel glücklicherweise schnell auf dem Schulhof im direkten Gespräch lösen können. Überhaupt bedauerten viele, dass Vorteile der direkten Kommunikation, wie Gestik und Mimik, in Textnachrichten fehlten. Gleichzeitig erkannten sie aber auch Vorteile im Schreiben von Textnachrichten. „Man kann schnell mal ein Treffen vereinbaren oder schreiben, wenn jemand die Hausaufgaben vergessen hat“, so der zehnjährige Miguel. Auch wenn es zu Mobbing über den Kurznachrichtendienst gekommen war, hatten einige schon eigene Lösungsansätze entwickelt.

Astheimer und Richters agierten während ihres Vortrags nie belehrend. Sie hörten zu, halfen den Kindern, ihre Gefühle zu benennen und regten an. überlegter mit der App umzugehen. „Denk nach, bevor du schreibst“, sagte Astheimer.
Da sich der Umgang der Schüler mit den Smartphones häufig der schulischen sowie der elterlichen Kontrolle entzieht, müssten sie für mögliche Probleme sensibilisiert werden, so Astheimer. Während er vor allem über die Kommunikationsarten informierte, beleuchtete Richters eine andere Seite des Handygebrauchs. „Mir geht es um den Stress und die Sucht. den der Umgang bei vielen auslöst“, so Richters. „Wenn ich Angst bekomme, dass jemand sauer ist, wenn ich mal ein paar Stunden nicht antworte, ist das ein Problem“, sagte Richters. Aber allein die Möglichkeit, ihre Gefühle in einer geschützten Atmosphäre benennen zu können und Lösungswege auszutauschen, schien den Viertklässlern schon zu helfen. Auch nach Ende des Workshops stellten die Schüler weiter interessiert Fragen.

Auch der Elternabend für die Eltern der 3. und 4. Klassen am Mittwoch, 13. April, steht im Zeichen von Internet und Smartphones. Jörg Astheimer wird die Eltern darüber informieren, wie Kinder sicher im Netz surfen, welche Regeln zu beachten sind und wie man Zeiten am Handy und im internet sinnvoll beschränkt.

Quelle: Freitags-Anzeiger, S. 15, 22.04.2016

Partnerschaft | BKK VBU unterstützt Präventionsarbeit an Schulen zu Smartphones und WhatsApp

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Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der BKK VBU. Für unseren Partner aus Frankfurt am Main werden Schülerworkshops und Elternabende zu Smartphone und WhatsApp in Kelsterbach durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheitsprävention. 

Hintergrund: Immer häufiger berichten bereits Kinder im Grundschulalter darüber, dass Sie von Smartphones und WhatsApp gestresst sind. Dabei decken sich unsere Erfahrungen in den Workshops mit den aktuellen Studienergebnissen (Karin Knop et al. 2014: Mediatisierung mobil), wonach sich Kinder und Jugendliche immer häufiger über Kommunikationsstress, Ablenkung und suchtähnliche Verhaltensweisen beklagen. 

Die erste Zusammenarbeit fand im Frühjahr 2016 mit über 160 Kindern, 80 Eltern und 8 Lehrerinnen an der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach statt – und hat sehr viel Spaß gemacht. Seit dem Herbst 2016 sind wir an der Karl-Treutel-Schule und an der Bürgermeister-Hardt-Schule, an denen auch im Herbst 2017 wieder Workshops für die 3./4. Klassen und Elternabende stattfinden.  

> Mehr zur BKK VBU 

 

 

Grundschule Okarben berichtet über unseren Workshop zum sicheren Umgang mit WhatsApp

Mai 1st, 2016

Astheimer

Rämerbadschule Workshop

Im Frühjahr 2016 waren wir an verschiedenen Schulen im Einsatz. Die Römerbadschule in Groß-Karben berichtet über den Workshop der 4. Klasse zu Handy und WhatsApp im April. Mehr dazu (…)