Skip to content

Posts from the ‘Allgemein’ Category

Fortbildungen für Sprachfachkräfte und Leitungen im Rahmen des Bundesprogramms Sprachkitas

Project
bund_sprach-kitas_0

In 2022 führen wir eine Fortbildungs-Reihe für das Bistum Limburg und das Bundesprogramm Sprachkitas durch. An der fortlaufenden Veranstaltung von Dr. Jörg Astheimer im Frühjahr und Sommer 22 nehmen über 50 Einrichtungen aus Hessen und Rheinland-Pfalz teil. Dabei werden alle Aspekte besprochen, die wesentlich sind, um digitale Medien in Kitas verantwortungsbewusst in die pädagogische  Praxis zu integrieren.

In mehren Veranstaltungen werden theoretische und praxisnahe Inhalte für den Umgang mit digitalen Medien in der pädagogischen Arbeit mit Kleinkindern vermittelt.

Dabei geht es unter anderem um so spannende Fragen wie:

  • digitale Medien als kreatives Werkzeug
  • Kindermedienrechte im digitalen Raum
  • digitale Teilhabe
  • Entwicklung von Medienkonzepten für Kitas
  • App-Empfehlungen für Kitas
  • Medienschutzkonzepte für Kitas
  • Einsatz von Medien in der Sprachförderung

 

Medienworkshops im Rahmen des hessischen Programms „Löwenstark – der BildungsKICK“

Project
Löwenstark

Seit 2021 bieten wir SchülerInnenworkshops im Rahmen des hessischen Programms „Löwenstark – der BildungsKICK“ an. Hier liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Medienpädagogik und kulturelle Bildung.

Im Rahmen von „Löwenstark“ werden Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt. Wir danken dabei dem Land Hessen und dem Bund, die die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.

Wir freuen uns, dank Löwenstark vielen Schülerinnen und Schülern einen spielerischen Einblick in die Chancen und Risiken von digitalen Medien ermöglichen zu können.

 

 

Elterninfos zur Netflix-Serie Squid Game

November 19th, 2021

Astheimer

Squid-Games

Netflix-Serie Squid Game – Empfehlungen zum Umgang mit Gewaltinhalten

In unseren Workshops taucht aktuell sehr oft die Frage auf, wie Schule, Kinder und Eltern mit der Netflix-Serie Squid Game umgehen können. Aus diesem Anlass haben wir an dieser Stelle Tipps für Eltern zusammengestellt.

Für Schulen und Betreuungseinrichtungen bieten wir Vorträge zum Thema Squid Game an.

Wie die Netflix-Serie Squid Game auf Kinder wirkt?   

  • Gewalt in Squid Game wirkt auf Kinder verstörend und schadet ihnen.
  • Die Einschätzung ab 16 Jahren hat Netflix vorgenommen. Eine Altersfreigabe ab 18 ist jedoch realistisch.
  • Bekannte Kinderspiele werden mit Gewaltexzesses vermischt. Als Kinderspiele sind die Inhalte zum Nachmachen angelegt.
  • Kinder empfinden komplett anders als Erwachsene. Ein Film ist für sie genauso echt wie das Leben.
  • Viele Kinder haben nach Squid Game massive Angst oder sie weinen. Andere werden brutal und gewalttätig! (ohne Empathie)
  • Was im Kopf der Kinder passiert – bekommen wir das eigentlich mit?


Netflix-Zugang für Kinder beschränken


Unterstützen Sie Ihre Kinder

  1. ACHTEN SIE AUF IHR KIND. Entwickelt es momentan Ängste oder Alpträume. Reden Sie mit ihm, trösten Sie es.
  2. „ALLE ANDERN DÜRFEN ES.“ Stimmt meistens nicht. Ziehen Sie klare Grenzen.
  3. SAGEN SIE WARUM! Begründen Sie, warum das nichts für ihr Kind ist. Sprechen Sie über die Darstellung von Gewalt und Tod.
  4. UND DER DRUCK DER ANDEREN! Entlasten Sie Kinder, dass sie nicht etwas schauen müssen, um mitzureden. Freunde mögen sie auch, wenn sie NEIN SAGEN.
  5. Kinder verstehen es als FÜRSORGE UND LIEBE, wenn Eltern sie vor Serien wie Squid Game fernhalten und eine Kindersicherung einsetzen.
  6. ERKLÄREN Sie, dass die GEWALT in Serien und Filmen wie Squid Game nicht echt ist.

Grenzen für Bildschirmzeit früh setzen

Oktober 24th, 2021

Astheimer

Freitags-Anzeiger-21.10.2021.pdf

Nadine Scherer von Freitagsanzeiger hat sich die Zeit genommen, an einem unserer Workshops teilzunehmen. Hier nun Ihre Eindrücke aus der Karl- Treutel-Schule in Kelsterbach.

Kelsterbach – „Was würdet ihr Fremden online nie verraten oder zeigen?“, fragt Jörg Astheimer die Drittklässler. Auf einem Blatt Papier notieren die Mädchen und Jungen die Antworten. „Mein Gesicht, meinen Namen, das Alter, die Adresse und meine E-Mail“, hat ein Junge innerhalb kurzer Zeit aufgeschrieben und zeigt die Liste Astheimer. Der Medienwissenschaftler ist beeindruckt, denn das sind mit die wichtigsten Punkte für sicheres Spielen und Chatten im Internet. TikTok-Videos schauen, Fortnite zocken und dabei mit anderen Spielern chatten, WhatsApp-Nachrichten beantworten und Serien auf Netflix gucken – dank der Corona-Pandemie und der fehlenden Möglichkeiten, sich mit Freunden zu treffen, hat der Konsum digitaler Medien bei Kindern noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen. Und: Auch der Unterricht musste teils digital stattfinden, etwa über Lern-Apps.

Durch Corona hätten somit alle Kinder rangemusst an die digitale Beschulung, sagt Isabella Brauns. „Wichtig ist aber auch, dass bei der Nutzung der Medien die Grenzen und Gefahren erkannt werden“, findet die Leiterin der Karl-Treutel-Schule (KTS). Einmal im Jahr bekommt die Grundschule Unterstützung von Jörg Astheimer. In seinen Workshops sensibilisiert der Diplom-Soziologe bereits die Jüngsten für einen ausgewogenen Umgang mit Tablet, Smartphone und PC. Man sei sehr froh über die Workshops, da Astheimer sich gut auskenne und die Kinder anders anspreche als etwa Lehrkräfte. Jeweils zwei Doppelstunden widmete sich jede Klasse der Jahrgänge 3 und 4 dem richtigen Umgang mit dem Internet.

Freitags-Anzeiger-21.10.2021.pdf

Jörg Astheimer wirbt an Grundschulen für ausgewogenen Umgang mit Handys und Tablets

Im November wird das Medienprojekt in der Bürgermeister-Hardt-Schule fortgesetzt. Seit sieben Jahren klärt Astheimer an den beiden Kelsterbacher Grundschulen über die Nutzung digitaler Medien und Endgeräte auf, finanziert werden die Projekte aus dem Bereich Gesundheitsvorsorge und Prävention von der Krankenkasse BKK VBU. Denn: Eine ungebremste Nutzung von Handy, Tablet und PC kann auch krank machen. Stress, die Angst, etwas zu verpassen, betreffen bereits Grundschulkinder. Etwa drei Viertel der Viertklässler hätten WhatsApp auf dem Handy, so Astheimer. Hier sei es wichtig, dass Kinder einen klaren Kompass bekommen und verstehen, welche Regeln gelten. Also sich an die Chatiquette – richtige Umgangsformen – in Chatgruppen halten. Also keine offenen Streits austragen oder Leute ungefragt in Gruppen einladen. Das habe sich im Laufe der Jahre etwas verbessert, als WhatsApp noch relativ unbedenklich genutzt worden sei, sagte Astheimer.

„Positiv ist, dass viele Kinder einen Selbstschutz entwickelt haben, bei Fremden in Chats aufpassen und keine Sachen über sich preisgeben“, fasste der Medienwissenschaftler seine Einschätzung zusammen. Ein Problem bleibt jedoch die Bildschirmzeit, vor allem die Nachtnutzung. Die kann Folgen haben, von schlechtem Schlaf bis hin zu Burnout. Etwa weil die Kinder sich oder die Freunde bei der Frage, wie schnell eine Nachricht zu beantworten ist, unter Druck setzten. Wie lange ein Kind vor dem Bildschirm verbringe, müsse schon in jungen Jahren geklärt sein. „Mit 14 kann man das nicht mehr begrenzen“, betonte Astheimer.

Vorbild für eine verantwortungsvolle Nutzung digitaler Geräte sind und bleiben die Eltern. Astheimer plädiert für Familien-Medien-Regeln, die für alle gelten. Eine zusätzliche Herausforderung kam mit dem Digitalunterricht und den Lernapps hinzu: Aus dem Spielgerät Smartphone oder Tablet, das im Lockdown stärker genutzt um Kontakt mit Freunden zu halten, plötzlich ein Arbeitsgerät. Was ist Spiel-, was ist Arbeitszeit? Die Eltern seien mehr denn je gefordert gewesen, hier eine Trennung reinzubringen. In den Klassen selbst spricht Astheimer mit den Kindern auch über ihre Lieblingsapps – hier stehen Spiele wie Fortnite, Minecraft oder die App-Spielesammlung Roblox hoch im Kurs. Gespielt wird online und gegen andere, inklusive Chat-Funktion.

Dass häufiges Zocken auch süchtig und teils aggressiv machen kann, wüssten die Kinder, berichtete er. Daher reflektiert Jörg Astheimer in den Klassen auch immer, welche anderen Dinge Kinder wichtig seien. „Die Kinder wollen auch medienfreie Zeiten mit den Eltern.“ Also gemeinsam draußen etwas unternehmen, Fußball spielen oder ins Schwimmbad gehen. „Die Kinder merken auch: Ist die Aufmerksamkeit der Eltern bei mir oder dem Handy.“ Am Ende jeder Stunde zeigen die Kinder dem Medienprofi ihre Lieblingsapps auf den Geräten und gemeinsam wird kontrolliert, ob die Profile auch sicher sind und keine privaten Daten preisgegebenen werden.

Finanziert über Fördermittel aus dem Landesprogramm „Löwenstark – der Bildungs-KICK“ soll es bald auch Medienprojekte für die Jahrgangsstufe 2 geben, kündigte Isabella Brauns an.

© Beitrag und Foto stammen von Nadine Scherer. Erschienen ist der Text im Freitags-Anzeiger (KW 42/2021).

Zertifikate für die SchülerInnen der Kurt-Schumacher-Schule

Juli 28th, 2021

Astheimer

K_KSSZertifikat01-960x640

KSS- Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper konnte kürzlich in stolze und zufriedene Schülergesichter schauen. Anlass war die Überreichung der Zertifikate für Medienkompetenz durch Hebel-Zipper zusammen mit Dr. Jörg Astheimer als durchführenden Dozenten und KSS-Lehrer Eckhard Kaufmann als Projektorganisator in jeder der zehn Klassen der Jahrgangsstufe 5.

Hebel-Zipper lobte besonders die erfolgreiche Mitarbeit aller Schülerinnen und Schüler sowohl bei der Durchführung des Projektes per Videokonferenz, bei der Form des Hybridunterrichts als auch der abschließenden Durchführung in Präsenz im Klassenraum. Die Schülerinnen und Schüler haben erfolgreich auch mit Unterstützung der Schulsozialarbeit in Person von Bettina Kreutz und Tatjana Schnitzer-Wagner ihre Kompetenzen im Bereich Schutz vor Bedrohungen im Netz, sorgsamer Umgang mit digitalen Medien, Regeln zur Kommunikation in Chat-Gruppen sowie Cyber-Mobbing und Hass im Netz erweitert.

K_KSSZertifikat01-960x640

Aufgrund des großen Erfolges und der positiven Resonanz plant die Kurt-Schumacher Schule Karben dieses Projekt künftig jedes Jahr für die Jahrgangsstufe 5 mit Dr. Astheimer durchzuführen. (zlp)

© Der Text erschien am 22.07.2021 in der Karbener Zeitung 

Familienzeit ohne Smartphone

Juli 22nd, 2021

Astheimer

26586796-kai-pv-medien-selzerbach-4c-m6b

Karben (pm). »Die Digitalisierung betrifft auch Kinder im Grundschulalter. Sie und ihre Eltern sind im Zuge der Corona-Pandemie mehr denn je mit der Frage konfrontiert, wie man sicher und gesund mit digitalen Medien aufwachsen kann«, sagt Medienpädagoge Jörg Astheimer. Gemeinsam mit Lehrern der Selzerbachschule hatte er zum siebten Mal in Folge ein Medienkompetenzprogramm für Schüler der vierten Klassen, Eltern und Lehrer angeboten.

»Auch in Karben bestätigt sich der Trend, wonach in Familien digitale Geräte immer mehr Raum einnehmen, was auch den Alltag von Grundschülern verändert«, sagt Astheimer. Tablets und Spielkonsolen hätten Einzug in neun von zehn Familien gehalten. Spätestens ab dem fünften Schuljahr verfügten die meisten Kinder über ein eigenes Smartphone. Um auch während der Zeit des Homeschoolings mit anderen Kindern in Kontakt zu bleiben, hätten die meisten von ihnen dann Messenger wie WhatsApp genutzt.

»Vor der Corona-Pandemie hatten wir nie einen so hohen Austausch über WhatsApp wie heute. Aber es ist nachvollziehbar, dass Kinder und Eltern digital ›aufrüsten‹, damit die Kinder mit anderen in Kontakt bleiben können. Social Distancing hat zur Folge, dass Kinder ihr persönliches soziales Netzwerk online pflegen«, erklärt Astheimer.

Das eigene Smartphone bietet Zugang zu Apps wie Snapchat, Instagram und TikTok. Mit dem Kauf des Smart- phones hielten diese Apps Einzug im Kinderzimmer, die eigentlich erst für Jugendliche gedacht sind. Damit verbunden sei das gesundheitliche Risiko, dass Kinder und Jugendliche nachts weiter Nachrichten und Status-Updates checken, um nichts zu verpassen. Die gesundheitliche Aufklärung, in Kooperation mit der AOK Hessen, habe das Ziel, frühzeitig dafür zu sensibilisieren, welche Risiken mit einer hohen Nutzung von Netzwerken und Messengern verbunden ist. Das nächtliche Nutzen von Smartphones bei Jugendlichen habe sich zu einem der größten Probleme entwickelt. Daher sei es richtig, bereits im Grundschulalter aufzuklären.

Viele Kinder sähen in Handy-Sucht ein Risiko und würden Situationen kennen, in denen sie nicht aufhören könnten, das Gerät zu benutzen. Die Empfehlungen der Kinder, um eine Online-Sucht zu verhindern, könnten jeden Ratgeber ersetzen. Die Schüler seien sich einig, dass eine Beschränkung der Medienzeit das wichtigste Mittel sei, um einer Sucht vorzubeugen. Auch dürften Kinder nicht ihren Alltag, ihre Hobbys und ihre Freundschaften vernachlässigen.

Vom Förderverein unterstützt

»Regeln helfen, den Umgang mit digitalen Medien zu begrenzen«, sagt Astheimer. Meistens würden diese jedoch nur für Kinder aufgestellt. In den Elternabenden sei verdeutlicht worden, dass Medienregeln für die ganze Familie gelten sollten. Denn was Eltern selbst als Vorbilder vorlebten, präge das Nutzerverhalten der Kinder oft stärker als Regeln und Verbote.

In Workshops haben die Kinder Regeln formulierten, die sie sich für die Mediennutzung ihrer Eltern wünschen: Das gemeinsame Essen und Ausflüge ohne Smartphones oder Tablets zu verbringen, stand für die Kinder an erster Stelle. Eine weitere Regel: Eltern sollten pro Tag eine gewisse Zeit ohne digitale Geräte verbringen und ihre Aufmerksamkeit den Kindern schenken. Unterstützt wurde das Medien-Erziehungsangebot vom Förderverein der Schule.

Der Text erschien am 22.07.2021 in der Wetterauer Zeitung.

Lockerungsübungen gemeinsam mit Kids Riederwald

Juni 5th, 2021

Astheimer

20210604_1134076340907107041894567.jpg

Auch wir nehmen nach dem Überwinden der Corona-Notbremse wieder die Arbeit vor Ort auf. Auf Lockdown und Notbremse folgen in den nächsten Wochen unsere ersten „Lockerungsübungen“. Bis zu den Sommerferien sind wir noch in vier Einrichtungen in der Wetterau, Frankfurt und dem Hochtaunuskreis im Einsatz. Im ersten Moment ist alles noch sehr ungewohnt, aber es macht auch wieder viel Freude – vor allem in dieser Woche bei den tollen Kids vom Riederwald (KidS Frankfurt e.V.).

Das Team rund um Sabine, Simon und Kyri hat uns super unterstützt. Sogar Kora war mit dabei, die uns als Erzieherin immer mit Ihrem Fachwissen zum Umgang mit Kindern zur Seite steht.

Besonderer Dank gilt auch Jochen Hirchenhein und der BKK VBU (in Frankfurt Fechenheim) für die finanzielle Unterstützung.

Im Foto: Kora Meditz beim Praxis-Einsatz mit den Kids Riederwald. Hier haben wir uns bildlich mit Kindermedien auseinandersetzt: von Ladybug über Brawl Stars bis hin zu Instagram und Roblox – das alles kam in den Bildern der Kinder vor. Die Inhalte und Medien, mit denen sich die jungen Grundschüler*innen beschäftigen, sind unglaublich weit gestreut.

Danke auch für das tolle Feedback, das wir von einem der Kinder bekommen haben:

0001-2415679275_20210605_114401_0000.png

Innovatives Medienprojekt an der Kurt-Schumacher-Schule KSS Karben

Mai 11th, 2021

Astheimer

KSS Medienprojekt Gruppenfoto

Im Frühjahr 2020 wurde der Startschuss gemeinsam zu einem umfangreichen Projekt im Bereich der Medienkompetenz an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) Karben gemeinsam mit der Schulleiterin Frau Hebel-Zipper und dem Projektorganisator Herrn Kaufmann für alle 250 Schüler/innen der 5. Klassen gegeben. Als Finanzierungspartner konnte die Krankenkasse AOK Hessen und auch der Wetteraukreis gewonnen werden, denen wir an dieser Stelle herzlich danken

Durch die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen an den Schulen in Corona-Zeiten musste das ursprünglich geplante Konzept der Workshops für die Schüler/innen komplett geändert werden. Gleichzeitig war für die Schulleitung und dem Projektleiter wichtig, dass gerade in dieser Corona-Situation, in der die Schüler/innen noch viel häufiger mit den digitalen Medien im Homeschooling arbeiten und auch in Ihrer Freizeitbeschäftigung nutzen, dieses Projekt im Bereich der Medienerziehung auch ohne der Möglichkeit des Präsenzunterrichts durchgeführt wird.

Somit wurde ein Konzept entwickelt, dass sowohl in der Phase des reinen Homeschoolings als auch in der Phase des Wechselmodells umgesetzt werden konnte. Hierzu war die Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem IT-Kollegen Hanno Schäfer notwendig, um alle technische Möglichkeiten auszuschöpfen. Ebenso war die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wichtig. Bettina Kreutz und Tatjana Schnitzer-Wagner sammelten und werteten die Beiträge der Schülerinnen und Schüler aus den Videokonferenzen am Laptop aus, wodurch für den Referenten eine gute Einbeziehung und Verzahnung der Beiträge beider Gruppen möglich war. Durch diese Einbindung der Schulsozialarbeit im Projekt können Frau Kreutz und Frau Schnitzer-Wagner bei auftretenden Problemen im späteren Schulalltag zur Thematik stärker die jeweilige Klassensituation berücksichtigen.

Betreute Arbeiten Duale Universität Mannheim

Mai 9th, 2021

Astheimer

20210507_115431.jpg

Wir schreiten stark voran, mit der Digitalisierung in der universitären Lehre. Die laufenden Betreuungen der Bachelorarbeiten sind abgeschlossen. Die verschiedenen Pakete mit den Arbeiten liegen auf dem Tisch. Die Online Druckanbieter organisieren natürlich auch schon die Lieferung zu einem nach Hause. 

Die Kontaktlosigkeit hat sich leider weiter durchgesetzt und das kommende Semester wird wieder komplett Online stattfinden. Normale Telefonate haben wir kaum noch. Stattdessen hat sich etabliert, auch die Betreuung von Projekt- und Bachelorarbeiten mit Tools wie Microsoft Teams durchzuführen. Die positive Veränderung daran ist, dass die Arbeitsprozesse der Studierenden viel besser begleitet und betreut werden können. Vieles davon wird sich sicher momentan dauerhaft etablieren.

Jörg Astheimer antwortet auf Elternfragen

April 28th, 2021

Astheimer

Medienkompetenz Kelsterbach Astheimer KTS

Im September habe ich ein Interview mit Rüdiger Koslowski vom Freitagsanzeiger geführt, der dabei Fragen aus Elternsicht gestellt hat. Im Folgenden finden Sie die wichtigen Fragen und Antworten zur Medienerziehung.

1 Worauf sollten Eltern beim Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien achten?

An erster Stelle steht natürlich die Vorbildfunktion. Kinder übernehmen bei der Mediennutzung eigentlich die Verhaltensweisen, die ihnen ihre Eltern vorleben. Als Eltern sollte man vor allem darauf achten und die eigene eine Mediennutzung hinterfragen.

Zweitens: Eltern sollten außerdem frühzeitig mit der Medienerziehung beginnen, sich erkundigen, welche Inhalte und welche Zeiten ab welchem Alter in Frage kommen. Idealerweise orientieren Sie und Ihre Kinder sich an Familien-Regeln für die Mediennutzung. Denn gelten Regeln für alle Familien-Mitglieder, so sind diese für Kinder viel leichter zu reflektieren. Mir ist dabei sehr bewusst, dass es nicht immer einfach ist, Kindern Grenzen zu setzen. Eine Medienerziehung durch Eltern setzt dies jedoch voraus. Drittens: Ebenso ist es wichtig, dass sich Eltern, mit dem was ihre Kinder nutzen, beschäftigen und in jedem Alter als Ansprechpartner für die Kinder zur Verfügung stehen. Ein vertrauensvolles Verhältnis hilft Kindern sehr, wenn es darum geht, mit Problemen, die sich Online ergeben, zurechtzukommen.

Werfen Sie in dieser Hinsicht gerne auch einen Blick auf die Empfehlungen zum Umgang mit TV und Games, die Sie hier finden.

2 Worauf sollten Kinder beim Umgang digitalen Medien achten?

Kinder nutzen ab einem bestimmten Alter Smartphones, Tablets und Spielekonsolen selbstständig. In den Workshops greifen wir besonders das auf, worauf Kinder achten können. So gilt es, ein Gefühl dafür zu bekommen, was ihnen an realen Erfahrungen gut tut (Zeiten mit Familie, Freunden, Sport, usw.). Sie sollten lernen, welche Umgangsweisen bei der Online-Kommunikation gefragt sind („Chattiquette“), reflektieren, was für Sie und andere privat bleiben sollte. Sie müssen außerdem darauf vorbereitet sein, wie sie sich oder andere in Online-Situationen schützen – etwa wenn jemand gemobbt, bedroht oder belästigt wird.

Denn: Die Online-Risiken können Sie als Eltern nicht verhindern. Aber Sie können Ihr Kind so vorbereiten, dass es weiß, wie es sich selbst schützen kann und wen es zur Hilfe holen kann. 

Stark und selbstbewusst im richtigen Leben zu sein, ist dabei ein klarer Vorteil. Es ist traurig zu sehen, dass es Kinder gibt, die im Klassenverband soziale Schwierigkeiten haben, und dann auch bei dem Versuch scheitern, diese online zu kompensieren. Medienkompetenz setzt meines Erachtens soziale und kognitive Kompetenzen voraus, die im direkten Miteinander gefragt sind. Nur mit diesen gelingt es Kindern und Jugendlichen mit dramatischen Online-Problemen wie Cyber-Mobbing, Hass-Rede (Hate-Speech) oder Fake-News umzugehen. Und auch für den alltäglichen Umgang mit Instagram- und Tik-Tok-Vorbildern sowie Influencern sind sie besser vorbereitet.

3 Wie viel Zeit sollten Grundschüler mit elektronischen Medien maximal verbringen?

Ich halte eine Stunde Bildschirmzeit bei Grundschülerinnen in der dritten und vierten Klasse für ausreichend.

4 Wie können Eltern ihren Kindern vermitteln, dass zu viel Zeit nicht gut ist?

Ein Vorschlag den vielen machen ist der, dass man breiter denkt und alles Wichtige fürs Leben Vorne anstellt. Wenn man den Tag zuerst mit allem wichtigen füllt – Lernen, Sport, Bewegung, Essen, Familie, Freunde, etc. – spricht nichts dagegen, die dann noch verfügbare Zeit auch mit der Nutzung von Medien zu verbringen. Damit hätten Eltern einen Maßstab, an dem sie und ihre Kinder sich gut orientieren können. Der Rest ist Erziehung – und auch die Medienerziehung fordert viel von Eltern ab. Auch hier noch Mal das Thema Vorbild: Es gibt viele Kinder, die sich wünschen, dass Ihre Eltern mehr Zeit für Sie hätten und weniger von Medien abgelenkt sind. Kinder zitieren immer wieder gerne den Radio-Spruch „Kopf hoch, das Handy kann warten“. Wer Kindern vorlebt, dass das reale Gegenüber wichtiger als eine Push-Mitteilung ist, kann damit rechnen, dass der Nachwuchs einen gesunden Umgang mit Medien entwickelt. Wer sich Zeit für seine Kinder nimmt, gibt ihnen die Aufmerksamkeit, die sie ansonsten versuchen medial zu erhalten.

5 Wie erkennen Eltern, dass Kinder suchtgefährdet sind?

Immer dann, wenn Kinder die wichtigen Aspekte des Lebens – auf die ich Oben eingegangen bin – massiv vernachlässigen, sollten sich Eltern sich Gedanken machen. D.h. wenn Schule, Essen, Schlafen, Freundschaften komplett gegenüber der Mediennutzung in den Hintergrund treten.

6 Dürfen Eltern den Chatverlauf oder die aufgerufenen Seiten ihrer Kinder im Netz überprüfen?

Es gibt die Fürsorgepflicht der Eltern, aber auch ein Recht auf Privatheit der Kinder. Aus gutem Grund – denn eine gesunde Entwicklung setzt auch Freiräume voraus. Jeder muss für sich entscheiden, auch abhängig vom Alter der Kinder, wie er beide Aspekte gewährleisten kann. Kinder brauchen Vertrauen, Eltern die Ihnen zuhören und bei Online-Problemen helfen können statt ihren Nachwuchs zu bestrafen. Wenn man sich Seiten-, Chatverläufe oder Social-Media-Kanäle der Kinder anschaut ist es sicher angebracht, dass der Nachwuchs darüber Bescheid weiß, wie man ihn kontrolliert. Auf Eltern kann generell viel zukommen: Spiele mit Chats, in denen sich Erwachsene tummeln, Kinder und Jugendliche die Tanzvideos auf TikTok und YouTube online stellen, Nachbarhäuser in denen Spiele ab 18 (GTA, Call of Duty u.a.) gespielt werden, Challenges mit selbstverletzendem Verhalten oder der wechselseitige Austausch von Nacktbildern (Sexting).

Wie bereits erwähnt: Als Eltern muss man sich mit den erwähnten Risiken auseinandersetzen und immer mit den Kindern im Gespräch bleiben.

In Kelsterbach arbeite ich momentan mit Grundschulkindern. Hier würde ich mir wünschen, dass Eltern sich an der Empfehlung orientieren, nur altersgerechte Apps Kindern zu überlassen.

Bei Suchmaschinen gibt es immer die Empfehlung, sicherere Kinderbrowser wie Blinde Kuh oder Frag Finn zu verwenden, die jedoch nicht stark verbreitet sind. Außerdem gab es lange Zeit sogenannte White-Listen mit Websites, die für Kinder unbedenklich sind. Das alles bietet geschützte Surfräume, die man als Eltern eigentlich nicht überprüfen müsste. Das setzt auch voraus, dass sich Kinder nicht frei im Appstore oder Playstore bedienen können.

7 WhatsApp ist erst ab 13 Jahre erlaubt. Viele Kinder haben es früher. Was hältst Du davon?

9 von 10 Kindern mit Smartphone haben auch WhatsApp – egal in welchem Alter. Vor 2-3 Jahren gab es in den Grundschulen noch Whatsapp-Klassengruppen in denen dann die Mehrzahl der SchülerInnen einer Klasse vernetzt war. Hier gab es viele soziale Konflikte, da den meisten Kindern Chatregeln fremd waren. Gab es eine/n, welche/r permanent Kettennachrichten, Emojis oder Sticker in die Runde warf, konnte damit die ganze Klasse in Aufregung versetzt werden. Kinder haben aus Provokation Freunde blockiert, gemeldet oder einfach zu Gruppen mit Fremden hinzugefügt. Das Problem ist nicht der Messenger WhatsApp, sondern die Praktiken der Kinder, die von vielen Eltern geduldet wurden. Wir haben das damals u.a. an der KTS und der BHS mit den Kindern reflektiert und auch mit Ihnen die hohen Nachrichtenzahlen in der WhatsApp-Statistik angeschaut. Mittlerweile ist das Thema in der Grundschule weniger dramatisch geworden. Das hat vor allem damit zu tun, dass bei Kindern und Eltern die Einsicht da ist, dass vor allem Klassenchats und andere Gruppen-Chats zu viel Unruhe, Aufregung und Konflikten führen.

Gegen einen Messenger-Nutzung unter 13 Jahren spricht generell nichts. Ich würde Eltern aber Messenger wie bspw. Threema oder Signal empfehlen, die mehr Wert auf Datenschutz legen. Von größeren Chatgruppen unter der Regie von Kindern würde ich absehen. Und außerdem sollten Eltern ihren Kindern unbedingt Chatregeln erklären. Dazu gehört natürlich auch, dass keine Bilder oder Texte dort rein gestellt werden, die andere Personen oder Gruppen verletzen.

Eltern helfen Eltern – Kindersicherungs-Apps

April 27th, 2021

Astheimer

Nintendo Switch

In diesem Jahr waren wir zu Beratung und zu Informationsveranstaltungen auch an der Pestalozzischule in Groß-Karben. Unsere Infoveranstaltung haben wir online durchgeführt und Dr. Jörg Astheimer hat den Vortrag übernommen. Dabei hatten wir eine tolle Unterstützung der Eltern aus der Medien AG der Schule, die uns dabei geholfen haben den Online-Infoabend auf die Beine zu stellen. Zielgruppe waren die Eltern aus den ersten und zweiten Klassen.

Unsere Zusammenarbeit wird nun so fortgesetzt, dass wir die Schule beratend bei Ihrem nächsten Projekt unterstützen. Dieses trägt das Motto „Eltern helfen Eltern“. Und es wird darum gehen, dass Eltern anderen Eltern Sicherungs-Apps vorstellen. Schon beim Infoabend wurde deutlich, dass viele der Eltern aus der Schule Google Family Link benutzen, was an der Veranstaltung auf jeden Fall Thema sein wird. Daneben wird es aber auch um Sicherungssysteme bei der Playstation und bei der Nintendo Switch gehen. Außerdem wollen wir uns gemeinsam mit den Eltern ausschauen, welche Kindersicherungen Android- und iOS-Smartphones bieten. Die Maßnahme ist für die zweite Jahreshälfte in diesem Jahr geplant und wir freuen uns schon sehr darauf.

Förderung durch den Wetteraukreis und den Hochtaunuskreis

April 1st, 2021

Astheimer

Thank-you-word-cloud

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr auch Unterstützung durch den Wetteraukreis und den Hochtaunuskreis erhalten. Die beiden Landkreise unterstützen uns an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben sowie an der Grundschule in  Burgholzhausen.

Danke vor allem an den Landrat Ulrich Krebs für die Unterstützung unseres Medienprogramm, das einen wichtigen Baustein der Bildung von Schüler*innen darstellt.

An der Grundschule in Burgholzhausen stimmen wir uns übrigens eng mit den Inhalten des Internet ABC ab. So profitieren die Schülerinnen davon, das wir über die Grundlagen das Internet-ABC hinaus, aktuelle Phänomene und Erfahrungen der Schüler*innen gemeinsam und auf Augenhöhe mit Ihnen besprechen.

 

Infos für Eltern von Grundschüler*innen für Filme und Games

März 30th, 2021

Astheimer

TV

Filme und Computerspiele haben für Grundschüler*innen bereits eine große Faszination. Kinder gestalten damit ihre Freizeit. Die Angebote bieten Ihnen immer auch ein „Fenster zur Welt“, durch das sie sich mit dieser auseinandersetzen.

Bildmedien gehören natürlich in den meisten Familien zum Alltag und wir haben daher wichtige Regeln zusammengetragen, wie Eltern und Kinder sinnvoll mit Filmen und Games umgehen können.  

1

Schalten Sie immer auch ab. Viele Erfahrungen können Kinder nur im direkten Umgang mit anderen Menschen und Dingen machen. Filme oder Computerspiele können das nicht ersetzen, was Kinder in Interaktionen mit Ihnen und anderen Menschen erleben und lernen können. Unterstützen Sie Ihre Kinder, Mediennutzung und andere Aktivitäten in der Balance zu halten. Nur wenn sich ihr Kind in der Welt gut zurechtfindet, wird es ihm gelingen, mit digitalen Medien gut zurechtzukommen.

2

Schauen Sie mit Ihren Kindern gemeinsam. Denn eigentlich sollten weder der Fernseher noch YouTube ein Ersatz für einen Babysitter sein. Im Vorschul- und im Grundschulalter brauchen Kinder Begleitung. Wenn Ihnen die Formate bekannt sind und ihre Kinder damit umgehen können, können sie auch hin und wieder selbstständig schauen. TV-, Internet- oder Spiele-Inhalte bieten für ihr Kind immer neue Anregungen. Gehen sie darauf ein und helfen Sie Ihrem Kind durch Gespräche, Spiele, etc. die Medieninhalte zu verarbeiten.

3

Beschränken Sie Bildschirmzeiten: Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare zeitliche Regeln und achten Sie darauf, dass die Regeln eingehalten werden. Kinder im Grundschulalter sollten pro Tag nicht mehr als 45-60 Minuten mit Filmen und/oder Computerspielen verbringen. Bei höheren Nutzungszeiten besteht die Gefahr der Überforderung und der Minderung der Konzentrationsfähigkeit. Weitere Angebote wie bspw. Lernapps, Musik-Apps, Foto-Apps, etc., die nicht nicht auf passive Wahrnehmung ausgelegt sind, sind darüber hinaus möglich. Da die Bedürfnisse der Kinder jeden Tag anders sein können, vereinbaren Sie besser Wochenzeiten bzw. -Budgets anstelle täglicher Zeiten.

4

Bildschirmmedien sollten noch keinen festen Platz im Kinderzimmer haben. Vor allem fest-installierte Bildschirmgeräte wie TV oder Spielkonsole sollten noch nicht im Kinderzimmer platziert sein. Sobald bspw. Kinder einen Fernseher im eigenen Zimmer haben, steigt der TV-Konsum um 50%. Eine Kontrolle der Regeln durch die Eltern ist in dem Fall eigentlich nicht mehr möglich.

5

Behalten Sie die Altersempfehlung der Angebote immer im Auge. Egal ob es um Filme, Internetseiten, Computerspiele oder anderes geht. Als Eltern sollte man immer im Blick haben, ob die Inhalte für das Alter angemessen sind. So sollte bspw. de Zugang zu App-Stores, Play-Stores, und ähnlichen Angeboten durch Eltern geregelt werden.

6

Überfordern sie Ihre Kinder nicht. Kinder können von Inhalten und/oder der Machart überfordert sein. Zu aufregende Serien, Filme oder Spiele können für Grundschüler*innen ungeeignet sein. In dieser Hinsicht fallen vor allem in den lezten Jahren YouTube-Angebote und Spiele wie bspw. Fortnite auf, die den Kindern Angst machen. Ebenso häufig berichten Kinder von Werbung, auf die sie bspw. bei YouTube unverhofft stoßen.

7

Bleiben Sie bei Ihrem Kind. Selbst wer sich strikt an Altersgrenzen hält, sollte beachten: Auch innerhalb von altersgerechten Formaten, können einzelne Szenen Kinder überfordern. Daher gilt die Empfehlung, dass Eltern ihre Kinder beim Medienkonsum als Co-Piloten begleiten sollten, um Signale des Kindes wahrzunehmen und erklärend/tröstend zur Seite zu stehen. Nur so sind sie in der Lage wahrzunehmen, wenn ihr Kind zum Beispiel angestrengt oder verängstigt ist.

8

Bei Spielen und anderen Angeboten mit Online-Chats besteht zudem das Risiko, dass Ihre Kinder von Fremden bedroht oder sogar sexuell angemacht werden. Grundschulkinder sollten daher noch keinen Zugang zu Apps mit Online-Chats haben. Wenn ihr Kind dennoch etwas negatives erlebt hat, helfen Sie ihm immer und nutzen Sie außerdem die Blockier- und/oder Melde-Funktion von Apps. 

9

Seien sie selbst ein gutes Vorbild. Machen Sie sich selbst ihrer Vorbildfunktion bewusst. Ihre Kinder lernen mehr von ihren eigenen Verhaltensweisen als von den auferlegten Regeln. Wie sie mit Fernbedienung, Smartphone und Spielekonsole umgehen prägt das Medienverhalten der Kinder nachhaltig.

10

Natürlich pflegt jede Familie ihren eigenen Erziehungsstil. Dennoch ist es nicht ratsam, Mediennutzung als Mittel zur Belohnung oder zur Strafe einzusetzen. Vor allem durch Verbote erreichen Sie, dass die Bedeutung von Spielkonsolen, Smartphones u.a. noch gesteigert wird.

Zum Abschluss folgender TIPP: 
Medienregeln für Kinder werden von 9 von 10 Kinder dann akzeptiert, wenn diese für die ganze Familie gelten.

 

Hybrid-Workshops während Homeschooling und Wechselunterricht

Februar 20th, 2021

Astheimer

Sixdegrees Jörg Astheimer

2020 und 2021 sind für uns eine große Herausforderung. Trotz der schwierigen Voraussetzungen haben wir es geschafft, seit dem Sommerferien 2020 in zahlreichen Schulen weiter aktiv zu sein.

Bis zum Lockdown im Winter konnten wir unglaublich viele Workshops mit Schüler*innen und Lehrer*innen machen. Unser Dank gilt hier vor allem noch Mal der BKK VBU und den beteiligten Schulen.

Als neue Themen sind natürlich Homeschooling und Lernapps dazu gekommen. Und wir haben uns darüber mit vielen Kindern ausgetauscht.

Ab den 5. Klassen realisieren wir die Schüler*innen-Workshops auf jeden Fall auch online. Dabei wird es umso spannender, wenn wir miteinander per Video- und Sprachchat im Austausch sind. Bei Wechselunterricht findet der Unterricht in den Klassenräumen statt und alle Kinder, die gerade im Home-Schooling sind werden virtuell eingebunden. Dafür sind wir dann auch mit mehreren Lehrkräften aktiv.

Jörg Astheimer sensibilisiert Grundschüler für Gefahren digitale Medien (Freitagsanzeiger)

Dezember 21st, 2020

Astheimer

Freitagsanzeiger Astheimer BKK VBU Porträt

Rüdiger Koslowski vom Freitagsanzeiger hat uns auch in diesem Jahr die Workshops in der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach besucht, die dank der Unterstützung durch die BKK VBU möglich gemacht wurden.

Entsprechend der geltenden Corona-Regel haben wir uns in diesem Jahr mit den Kindern von jeder Klasse in der Aula getroffen und mit viel Frischluft und geschützt durch Masken unsere Workshops durchgeführt.

Erfahren Sie mehr über die Workshops in dem Beitrag  von Rüdiger Koslowski.

 

 

Freitagsanzeiger Astheimer BKK VBU

Gefährliche Mutproben und Challenges im Internet

März 12th, 2020

Astheimer

320px-There_Is_No_Train_(74761425)

Challenges – Mutproben im Internet 

Mit YouTube, TikTok und anderen Videoformaten verbreiten sich Filme von Aktionen, die auch als ‚Challenges‘ (auf deutsch: Herausforderung) bezeichnet werden. Erwachsenen sind diese Online-Mutproben etwas durch die sogenannte Ice Bucket Challenge bekannt, mit der im Sommer 2014 auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam gemacht wurde.

Neben solchen Challenges zu mildtätigen Zwecken werden Kinder und Jugendliche in regelmäßigen Abständen mit Challenges konfrontiert, die Ihnen Angst einjagen (Blue Wale Challenge, Momo Challenge). Oder sie kommen mit Challenges in Berührung, in denen zu gefährlichen Aktionen motiviert wid.

Aktuell schockieren TikTok- und YouTube-Videos, in denen Aufnahmen einer Skull-Break-Challenge („Schädelbruch-Challenge“) zu sehen sind.  Drei Personen stellen stellen sich in einer Reihe auf. Die beiden Außenstehenden springen hoch, danach die mittlere Person. Bevor die Person wieder sicher landet, werden ihr von den beiden Außenstehenden die Beine weggetreten. Sie fällt nach Hinten und  schlägt auf dem Boden auf. Die Verletzungsgefahr ist extrem hoch. 

Was können Eltern und pädagogische Fachkräfte tun? 

  1. Klären Sie präventiv auf: Sprechen sie Challenges und Mutproben offen an. Erläuten Sie die Gefahren und Risiken. Suchen sie vor allem dann das Gespräch, wenn neue Challenges auftauchen.
  2. Das heißt auch: Bleiben Sie mit Ihren Kindern immer im Gespräch. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass nur 10% der Eltern von Challenges und Pranks je gehört haben, die wiederum 90% der Kinder und Jugendlichen bekannt sind.
  3. Machen Sie ihr Kind stark. Ermutigen Sie es „NEIN“ zu sagen. Achten Sie darauf, dass sich ihr Kind nicht aufgrund von Gruppenduck bzw. sozialem Druck zu gefährlichen Challenges hinreißen lässt.
  4. Ihr Kind sollte sich schützen, indem es intuitiv immer in der Lage ist, den Sinn und Zweck einer Challenge zu hinterfragen. Bestärken Sie es, dass es immer richtig liegt, wenn es sich nicht in unnötige Gefahr begibt.
  5. Ist das Video echt oder „fake“? Kinder und Jugendliche möchten in der Lage sein, echte Szenen von falschen (Fake) unterscheiden zu können.
  6. Nehmen sich sich Zeit, ihrem Kind Mechanismen von YouTube und TikTok zu erklären: Wer bekommt, warum Aufmerksamkeit, Likes und Follower?
  7. Nehmen Sie die Quelle in den Blick: Da sich Challenges nicht nur über YouTube und TikTok sondern auch über Messenger wie WhatsApp verbreiten, sollten Eltern generell bei der Nutzung der Dienste vorsichtig sein.
  8. Geben Sie ihr Wissen weiter: Suchen Sie das Gespräch mit der Schule (Klassenlehrer*innen, Schulsozialarbeit) oder anderen Eltern und informieren Sie über Risiken.

Was können die User tun? 

  • Das Credo für die Nutzer*innen lautet: Melden statt Weiterleiten
  • Gefährliche Challenges und Mutproben lassen sich online auf  www.jugend-schutz.net oder www.internet-beschwerdestelle.de melden
  • Warnungen vor den Challenges nicht öffentlich in Netzwerken posten, da dies die Verbreitung fördert.
  • Bei akuten Gefahren: Direkt an die Polizei wenden!

 

Bildquelle: Raphaël Bacco (There is no Train)

 

Jörg Astheimer im Expertengremium von Mentor Digitaler Treffpunkt der Generationen

März 1st, 2020

Astheimer

Mentor Digitaler Treffpunkt der Generationen Jörg Astheimer

Dr. Jörg Astheimer ist für das Projekt Digitaler Treffpunkt der Generationen des Vereins Mentor – die Leselernhelfer im Einsatz. Finanziert wird das Projekt, das von 2019 – 2021 läuft, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Astheimer ist Teil des Expertenteams, das aus Profis aus ganz unterschiedlichen Bereichen besteht – rund um Andrea Pohlmann-Jochheim (Vorstand für Weiterbildung im Bundesverband) und Beate Mies (Projektleitung für Weiterbildung).

Gemeinsam mit Prof. Dr. Jan M. Boelmann und Dr. Lisa König untersucht Astheimer Apps zum digitalen Lesen für Kinder und Jugendliche. Die App-Empfehlungen und Inhaltsangaben finden Sie hier auf der Seite von Mentor – die Leselernhelfer.

 

 

„Mobil mit Nebenwirkungen“ Jörg Astheimer im ProFit-Magazin der BKKVBU

Februar 19th, 2020

Astheimer

ProFitMagazin 3 2019

Etwa ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung gelten bereits als internetabhängig. Bei der jüngeren Bevölkerungs – schicht gehen Suchtforscher sogar von fünf Prozent aus. Aktuelle Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen, dass 12- bis 24-Jährige in Deutschland in ihrer Freizeit jeden Tag durchschnittlich mindestens drei Stunden, am Wochenende vier Stunden online sind. Während junge Männer eine Vorliebe für Online – spiele und Pornografie zeigen, tauschen sich junge Frauen ausufernd in den sozialen Medien aus. „Die Weichen werden schon im Grundschulalter gestellt“, beobachtet Dr. Jörg Astheimer.

Der Medienwissenschaftler will Schülern der 3. und 4. Klassen einen sicheren und gesunden Umgang mit Internet und Smartphone beibringen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind spätestens ab der 4. Klasse ein großes Thema. Die Mehrheit der Schüler hat mit zehn Jahren ein eigenes Smartphone, viele nehmen es sogar mit ins Bett. Glücklicher sind die Kinder deshalb sicher nicht: „Die Zufriedenheit bleibt aus, stattdessen stellt sich ein Gefühl der Frustration ein“, beobachtet Astheimer. Beeindruckend offen und reflektiert beschreiben seine jungen Seminarteilnehmer ihre Probleme: „Viel spielen macht aggressiv“, „Ich kann oft nachts nicht schlafen“, „Nach 1,5 Stunden Zocken fühlt man sich schlapp, hat Kopfschmerzen, die Augen brennen und man ist gelang – weilt“. Die Folgen: Die Schüler sind müde, reden nur noch über ihre Erlebnisse im Netz, und oft werden auch die Noten schlechter. Im Dialog mit Kindern, Lehrern und Eltern entwickelt Astheimer Medienregeln, die für die ganze Familie gelten sollen. Aussicht auf Erfolg haben solche Ansätze nämlich nur, wenn die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Auch das Smartphone selbst kann helfen: Shutdown-Program me wie die Eltern-App „Kidslox“ blockieren unerwünschte Inhalte und wechseln nach einem bestimmten Zeitlimit in den Sperrmodus. „Zeitbegrenzungen oder sogar medienfreie Tage finden die Schüler am Anfang natürlich Mist. Aber die meisten Kinder sind erleichtert, wenn ihnen Grenzen gesetzt werden“, erzählt Astheimer.

Auszug aus dem Text „Mobil mit Nebenwirkungen“ von Gunda Achterhold, ProFit Das Gesundheitsmagazin der BKK VBU 3/2019

Schüler*innenworkshops und Informationsveranstaltungen für Eltern

Project
Schulen Rhein Main 2

Seit 2015 arbeiten wir mit 15 Schulen im Rhein-Main-Gebiet zusammen und betreuen dort viele Schüler*innen, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen und Eltern. Unser Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 8-14 Jahren. An Grundschulen sind dies vor allem Kindern in dritten und vierten, an weiterführenden Schulen in fünften und sechsten Klassen.

Schwerpunkt bilden dabei alle Aspekte des Jugendmedienschutzes, in Kombination mit Fragen der Gesundheitsprävention (Stress/Sucht).

Bistum Limburg | Workshops und Fortbildungen für Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern

Project
Bistum Limburg

Seit 2018 bis heute arbeiten wir eng mit mehreren Kindertagesstätten des Bistums Limburg zusammen. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt im Bereich der Medienpädagogik für Kleinkinder. Für diese haben wir gezielt Workshops für 4-6-jährige entwickelt und in mehreren Einrichtungen umgesetzt, bei denen es spielerisch um die Mediennutzung von Smartphones, Spielkonsolen und Tablet-Spiele und Filme geht.

Zugleich wurden zahlreiche Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Info-Abende für Eltern umgesetzt, um für die Besonderheiten der Mediennutzung in Familien mit Kleinkindern zu sensibilisieren. Die Zusammenarbeit wird mit Workshops auf Fachtagen für pädagogische Fachkräfte abgerundet.

 

Experte im Projekt Mentor – die Leselernhelfer – Digitaler Treffpunkt der Generationen

Project
Mentor Digitaler Treffpunkt der Generationen

Ein großes Dankeschön gilt dem Bundesverband von Mentor – Die Leselernhelfer mit dem Dr. Jörg Astheimer (6 Degrees*) seit 2019 zusammenarbeit. Er ist Experte für den Bereich Mediennutzung im Projekt „Digitaler Treffpunkt der Generationen“, das vom Ministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, digitale Geräte in der Leseförderung zu etablieren und diese produktiv für Kinder und Lese-Mentor*innen zu nutzen.

Seit Jahresbeginn 2020 ist das Projekt in der Pilotphase, in der die ersten Mentor*innen durch Schulungen tolle Einblicke in Bilderbuchapps, Leselernapps, Lernspielen und Kinderwebseiten (Blinde Kuh, Frag Finn, etc.) erhalten.

Die interdiziplinäre Zusammenarbeit findet mit Beate Mies (Bundesverband Mentor e.V.), Dr. Anna Soßdorf, Prof. Dr. Jan Boelmann und Dr. Lisa König statt.

Partnerschaft mit Frühstart für Fortbildungen und Workshops in Kindertagesstätten

Project
Frühstart Logo

Seit 2018 arbeiten wir erfolgreich mit Frühstart zusammen. Das vom Hessischen Sozialministerium unterstütze Projekt leistet in 12 Hessischen Städten einen wichtigen Beitrag zu Bildung und Integration in Kindertagesstätten.

Wir arbeiten mit 10 Kindertagesstätten kontinuierlich zusammen. Bieten dabei fortlaufende Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Informationsveranstaltungen für Eltern und Familienbegleiter*innen. Besonders interessiert uns dabei der Umgang mit digitalen Medien in Familien mit Kleinkindern.

Seit 2019 bieten wir auch Workshops für Kinder im Grundschulalter, bei denen es um alle frühen Formen der Mediennutzung – von YouTube, über Foto und Film, Computerspiele bis hin zu Sprachbedienungen geht.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die durch Frühstart unterstützte Projekte langfristig und nachhaltig ausgerichet sind – und danken ganz herzlich für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit.

AOK Hessen als Partner in Schulen in Frankfurt, der Wetterau und im Main-Taunus-Kreis

Project
AOK Hessen Logo

Ein großes Dankeschön gilt der AOK Hessen. Die Krankenkassen mit tollen eigenen Präventionsideen unterstützt uns seit dem Schuljahr 2018/2019 in vielen Schulen in der Region. So wurde die Förderung für die Selzerbachschule in Karben (Wetterau), die Grundschule Burgholzhausen (Main-Taunus-Kreis), die Geschwister-Scholl-Schule in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) und die Louise-von-Rothschild-Schule (Frankfurt) und Grundschule in den Sindlinger Wiesen in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) übernommen.

An allen Schulen konnten wir mit Hilfe der AOK Hessen Kinder, Eltern und Lehrerinnen erreichen und für einen sorgsamen und sicheren Umgang mit digitalen Geräten sensibilisieren. Aufgrund der Partnerschaft mit der AOK Hessen als Krankenkassen rückt für uns der Aspekt der Mediengesundheit immer stärker in den Vordergrund. Immer mehr Inhalte zu Medien-Stress, zu exzessivem Spielen und sozialen Konflikten wie Cybermobbing fließen daher in unser Programm ein. Auch im Schuljahr 2019/2020 setzen wir unsere Zusammenarbeit mit der AOK Hessen fort.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Projekte langfristig und nachhaltig ausgerichet sind – dank der Unterstützung der AOK in Kooperation mit den schulischen Fördervereinen.

Filme im Unterricht zum Thema Cybermobbing

Januar 5th, 2020

Astheimer

desperate-2040598_640

Mit Cybermobbing werden heute bereits Grundschulkinder in der 4. Klasse konfrontiert. Spätestens mit der Netflix-Serie Tote Mädchen lügen nicht ist das Thema auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Es gibt Filme zum Thema, die auch im Unterricht einsetzbar sind. Kinder und Jugendliche können dabei anschaulich erfahren, wie sich andere fühlen, die zum Opfer von Cybermobbing geworden sind. Die Filme lassen sich zum Gespräch und zur Diskussion rund um das Thema verwenden. 

Zum Thema Cyber-Mobbing empfehlen wir den Film Netzangriff – der im SWR-Kindernetz erschienen ist. Der Film ist gedacht für die Arbeit mit Schulklassen und Gruppen von Kindern und Jugendlichen ab neun Jahren. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben (FSK 6 Jahre) und lässt sich daher gut in der vierten Grundschulklasse zum Thema machen. Auch als Eltern kann man den Film gemeinsam mit seinen Kindern anschauen. 

Man findet den Film Netzangriff hier: httpss://www.kindernetz.de/infonetz/medien/cybermobbing/filmanschauen/-/id=167864/nid=167864/did=167954/wkhiqp/index.html

Außerdem gibt es ein Begleitheft zum Film:  httpss://www.polizei-praevention.de/fileadmin/user_upload/Begleitheft_Netzangriff.pdf

 

Der mehrfach preisgekrönte Film Homevideo behandelt ebenso das Thema Cybermobbing – in diesem Fall aus der Perspektive eines Jungen. Der Film ist ab 12 Jahre freigegeben (FSK 12 Jahre) und eignet sich für die Arbeit mit Schulklassen und Gruppen ab der 7. bzw. 8. Klasse. 

Zum Trailer: httpss://www.youtube.com/watch?v=xxfSGsZX6Ds

Der 15-jährige Jakob kommt der 13-jährigen Hannah nah. Zwei seiner Mitschüler verbreiten intime Inhalte über das Internet, die sie auf eine Speicherkarte von Jakob finden. In der Folge wird Jakob in der Schule und Online gemobbt. Hannah zieht sich von ihm zurück und die Eltern und Lehrer sind von der Situation überfordert, was Jakob schließlich in den Selbstmord treibt.

Weitere Infos für die Arbeit im Unterricht unter: httpss://lesen.tibs.at/content/artikel/rezension-und-tipps-für-den-unterricht-homevideo

Bild von Anemone123 auf Pixabay

Stadt Karben | Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas

Project
Stadt Karben

Seit 2015 arbeiten wir mit mehreren Einrichtungen in der Stadt Karben zusammen. Dank gilt der Stadt Karben für unsere Workshops an der Selzerbachschule, an der wir bereits seit 2015 mit Kindern, Elten und Lehrer*innen zusammenarbeiten. An der Kurt-Schumacher-Schule finden 2020 Workshops und Elterninfoabend (mit Unterstützung der AOK) statt, an der Pestalozzischule wird ebenso 2020 ein Info-Abend für Eltern stattfinden.

Im Bereich Kleinkinder und junge Familien – erreichen wir dank kommunaler Unterstützung pädagogische Fachkräfte aus allen, in der Stadt ansässigen, Kindertagesstätten. In 2019 und 2020 finden Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher statt, die durch Informationsveranstaltungen für Eltern von Kleinkindern unterstützt werden.

 

 

 

 

Medienworkshops an der Selzerbachschule in Karben

Februar 19th, 2019

Astheimer

Medienworkshop 6Degrees Jörg Astheimer AOK Selzerbachschule Karben

Die Digitalisierung betrifft auch Kinder im Grundschulalter. Sie und ihre Eltern sind heute mehr denn je mit der Frage konfrontiert, wie man sicher und gesund mit digitalen Medien aufwachsen kann. In diesem Frühjahr wurde an der Selzerbachschule in Karben bereits zum vierten Mal in Folge ein Medienkompetenzprogramm für SchülerInnen der 4. Klassen, Eltern und LehrerInnen von Jörg Astheimer (6 Degrees*) angeboten. Die Veranstaltungen wurden in diesem Jahr als Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsprävention von der AOK Hessen und dem Förderverein der Selzerbachschule finanziert – mit den Schwerpunktthemen Stress- und Suchtprävention – um für den sorgsamen Umgang mit Tablets, Spielkonsolen und Smartphones zu sensibilisieren.

Auch in Karben bestätigt sich der allgemeine Trend, wonach in Familien digitale Geräte immer mehr Raum einnehmen, was auch den Alltag von GrundschülerInnen verändert. Tablets und Spielkonsolen haben Einzug in 9 von 10 Familien gehalten. Spätestens ab dem 5. Schuljahr besitzen die meisten Kinder auch ein eigenes Smartphone. Während Eltern als Grund für den Smartphone-Kauf meist angeben, mit ihren Kindern in Kontakt bleiben zu wollen, steht für die Kinder wiederum der Kontakt zu den Gleichaltrigen an erster Stelle – oft zum Leidwesen der Eltern, da Auseinandersetzungen über die Nutzung von Smartphone und Co. vor allem ab der Pubertät deutlich zunehmen. Für Kinder beginnt der Umgang mit mobilen Geräten bereits in der Kita. Ihre ersten Erfahrungen mit Filmportalen wie YouTube machen viele bereits als Kleinkinder. In der Grundschule kommen eigene Spielkonsolen wie Nintendo Switch oder Playstation (PS4) dazu, die es erlauben, Online mit anderen zu spielen.

Das eigene Smartphone wiederum bietet den Zugang zu Apps wie WhatsApp, Snapchat, Instagram und Tik Tok (früher: Musical.ly). So wundert es nicht, dass mit dem frühen Kauf des Smartphones auch Apps bei Kindern Einzug halten, die eigentlich erst für Jugendliche gedacht sind. Damit verbunden ist das gesundheitliche Risiko, dass Kinder und Jugendliche nachts weiterhin Nachrichten und Statusupdates checken, um nichts aus dem Freundeskreis zu verpassen. Die gesundheitliche Aufklärung mit Unterstützung der AOK hat daher auch das Ziel, alle Beteiligten frühzeitig dafür zu sensibilisieren, welche Risiken mit einer hohen Nutzung von Netzwerken und Messengern verbunden ist. Immerhin hat sich die Nachtnutzung von Smartphones bei Jugendlichen zu einem der größten Probleme entwickelt, das man bereits in der Grundschule im Auge haben sollte.

Spricht man die Kinder selbst auf gesundheitliche Risiken durch Medien an, so steht das Thema Sucht bei den meisten an erster Stelle. Viele von Ihnen kennen es, nicht aufhören zu können und haben bereits selbst negative Erfahrungen damit gemacht oder kennen andere, denen es so erging – die bereits „gesuchtet“ haben, so die typische Wortwahl der Kinder. Die Empfehlungen der Kinder, um eine Online-Sucht zu verhindern, können jeden Ratgeber ersetzen. Die SchülerInnen waren sich einig, dass eine Beschränkung der Medienzeit das wichtigste Mittel ist, um Sucht vorzubeugen. Auch dürften Kinder nicht ihren Alltag, ihre Hobbies und ihre Freundschaften vernachlässigen. Um die Risiken von Mediensucht weiter zu behandeln, wurde das Thema nach Abschluss der Workshops weiterhin im Unterricht vertieft.

Regeln helfen also den Umgang mit digitalen Medien zu begrenzen. Meistens werden diese jedoch nur für Kinder aufgestellt. Den Eltern wurde verdeutlicht, dass eigentlich Medienregeln Priorität haben sollten, die für die ganze Familie gelten. Denn was Eltern selbst mit Smartphone und Tablet als Vorbilder vorleben, prägt die Nutzung der Kinder oft stärker als ein Set von Regeln und Verboten, die ausschließlich für Kinder gelten. Auch hier waren die Kinder gefordert, die im Rahmen der Workshops Regeln formulierten, die sie sich für die Mediennutzung der Eltern wünschen. Das gemeinsame Essen und die gemeinsamen Ausflüge ohne Smartphones oder Tablets zu verbringen stand für die Kinder an erster Stelle. Genauso so wichtig war es den Kindern, dass Eltern pro Tag eine gewisse Zeit ohne digitale Geräte verbringen und ihre Aufmerksamkeit den Kindern zu schenken.

Die Schulleitung der Selzerbachschule war auch in diesem Jahr mit der Durchführung der Workshops sehr zufrieden und bekräftigt die Wichtigkeit einer solchen Maßnahme, die auch in diesem Jahr wieder deutlich wurde. Sie ist an einer langfristigen Fortführung verbunden mit einer Aufnahme ins Schulprogramm interessiert.

Pressemitteilung: Selzerbachschule, AOK Hessen und 6Degrees*

 

Medienkompetenz-Projekte 2018/2019

Oktober 12th, 2018

Astheimer

Neue Projekte (2)

Das neue Schuljahr 2018/2019 starten wir mit zahlreichen neuen Herausforderungen:

Wir werden unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Grundschulen fortsetzen. Zu den bereits bestehenden Schulen werden außerdem eine Grundschule in Geisenheim und eine Grundschule in Friedrichsdorf dazukommen. Im Bereich der Krankenkassen setzen wir unsere erfolgreiche Partnerschaft mit der BKK VBU fort und beginnen außerdem eine neue Zusammenarbeit mit der AOK Hessen.

Die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Workshops geschieht vor allem in Zusammenarbeit mit Andrea Specht von der Karl-Treutel-Schule aus Kelsterbach. Mit einer dritten Klasse sowie eine Fokusgruppe von Schülern der 6. Klasse werden wir auch in diesem Jahr neue Konzepte erarbeiten und evaluieren. Dabei werden wir uns insbesondere dem Thema Computerspiele widmen. Wir versuchen dabei vor allem die Erlebnis- und Erfahrungswelten von Grundschulkindern transparent zu machen.

Auch im Bereich Kitas und Kleinkinder haben wir im letzten Jahr unser Programm deutlich ausgebaut. Im neuen Schuljahr stehen zahlreiche Workshops für Eltern, ErzieherInnen und Familienbegleiterinnen in verschiedenen Kitas in Hessen an. Wir freuen uns, mit dem Projekt Frühstart einen guten Partner gefunden zu haben. Erstmals werden wir nun in diesem Bereich neben Erwachsenen auch mit Kindern zusammenarbeiten. Dazu starten wir mit der Kita St. Michaelis aus Flörsheim ein erstes Pilotprojekt mit Kleinkindern.

Im Bereich der weiterführenden Schulen und der Schulsozialarbeit arbeiten wir vor allem mit der Karbener Kurt-Schumacher-Schule zusammen. Hier geht es im neuen Schuljahr vor allem um die  Weiterentwicklung und Umsetzung des bestehenden Medienkonzept ist der Schule.  Hier geht es um die Mitarbeit bei Umfragen und Informationsveranstaltungen.

Bis zu 200 Nachrichten pro Tag – Schon Grundschüler sind gestresst von Smartphones – Workshop zur Prävention

Dezember 8th, 2017

Astheimer

Medienkompetenz Kelsterbach Astheimer KTS

Kelsterbach (mki). Eine Woche lang die blauen Häkchen und damit die Lesebestätigung der WhatsApp-Nachrichten auf ihrem Smartphone ausschalten: Diese Hausaufgabe hatte die Klasse 4d der Karl-Treutel-Schule bekommen. Einige nutzten die Aufgabe, um ihr Handy sogar mal einen Tag gar nicht in die Hand zu nehmen: „Am nächsten Tag hatte ich 200 Nachrichten auf dem Handy“, berichtete ein Schüler von den vielen empfangenen Smileys und Kettenbriefen. „Das nervt, vieles lese ich dann gar nicht.“ Andere Schüler gaben zu, dass sie von dem ständigen Aufblinken und Bimmeln des Handys abgelenkt oder sogar gestresst seien.

In die nunmehr zweite Runde ging das Projekt „Sicher am Handy und im Internet“ zur Stress- und Suchtprävention. Bereits im letzten Jahr hatte es an den beiden Grundschulen – der Bürgermeister-Hardt-Schule (BHS) und Karl-TreutelSchule (KTS) – Workshops zum Thema gegeben.

„Das ist in diesem Alter leider schon relevant – da kommen nämlich die Ersten mit Tablet und Spielkonsole, später auch mit dem Handy in Berührung“, sagte Jörg Astheimer, der zusammen mit Lehrerin Andrea Specht das Medienkompetenz-Programm an den beiden Grundschulen entwickelte.„Ab der dritten Klasse fängt es mit den Handys an – Handy meint heute nicht mehr Tastenhandys, sondern internetfähiges Smartphones“, so Astheimer, der feststellte, dass schon über die Hälfte der Schüler in der vierten Klasse ein eigenes Smartphone besitzt. Während der letzten Workshop-Stunde in der Klasse 4d der KTS wurden unter anderem Themen wie die Nachrichtenfunktion auf WhatsApp sowie die unbeaufsichtigte Nutzung vom Videodienst YouTube behandelt.

Längst nutzen die Kinder das Smartphone nicht mehr zum Telefonieren, sondern schauen sich vor allem Videos an und spielen Spiele. „Die Kinder nennen es ‚Suchten‘“, berichtete Astheimer. Dabei spielen sie mehrere Stunden am Tag ein Spiel oder sind anderweitig im Internet und am Handy unterwegs – und das zum Teil auch nachts. Eine Umfrage in den Klassen ergab, dass 80 Prozent der Kinder ihre Smartphones mit ins Bett nehmen. Astheimer appelliert an die Eltern, den Umgang mit den Smartphones zu kontrollieren: „In der Nacht sollte es auf jeden Fall weg, auch muss man für den Tag begrenzte Zeiten vereinbaren.“ Einige der Kinder berichteten auch von Spielen ab 18 Jahren, die ihnen durch Freunde und Verwandte zugänglich gemacht werden. „Die Spiele mit Altersbeschränkung haben einen Grund: Sie zeichnen sich durch ihre Brutalität aus, es wird geschossen und Leute getötet“, erklärte Astheimer, der die Kinder davor schützen möchte.

Welchen Risiken sich die Kinder am Smartphone aussetzten, wurde auch beim Thema Online-Spiele deutlich. Dabei können die Kinder mit einem selbst gestalteten Avatar mit anderen Spielern agieren und sogar chatten. „Einige haben damit schon Erfahrungen gemacht und wurden zum Teil sogar von Fremden angeschrieben“, so Astheimer. Der Experte gab zu bedenken, dass sich nicht nur andere Kinder in den Online-Spielen aufhalten. „Dabei sollte man gleich die Eltern um Hilfe rufen und ihnen alles zeigen, wenn einem etwas komisch vorkommt.“ Um solche Dinge festzuhalten, zeigte Astheimer, wie man einen Screenshot vom Bildschirm anfertigt. Außerdem gab er den Tipp, dass die Kinder im Internet nie ihren richtigen Namen angeben, sondern nur Spitz- und Fantasienamen nutzen sollen. Auch sollten die Kinder auf keinen Fall ein Bild von sich verwenden.

Vom Handy-Projekt, finanziert durch die Krankenkasse BKK-VBU, ist auch Klassenlehrerin Verena Dietz begeistert: „Vieles, was Herr Astheimer den Kindern vermittelt, habe ich selbst nicht gewusst“, so Dietz. „Im Unterricht dürfen die Kinder ihr Handy eigentlich nicht dabei haben. Wenn es doch mal klingelt, wird es eingesammelt.“ „Wieso brauchen wir eigentlich schon ein Smartphone“, fragte eine Viertklässlerin. Auf diese Frage fand Jörg Astheimer keine Antwort – denn eigentlich braucht man in diesem Alter noch keines. „Kinder vermissen es nicht, wenn sie kein Handy haben“, so Astheimer.

Am heutigen Donnerstag, 30. November, finden zwei Elternabende zum Thema in der Aula der KTS statt. Für Eltern der 4. Klassen geht es um 18.30 Uhr los. Im Anschluss um 20 Uhr sind Eltern der Klassen 1 und 2 eingeladen.

Text und Foto: Kriewitz, Freitagsazeiger, 30.11.2017, S. 15

Eine Weihnachtsgeschichte für die Selzerbachschule in Karben

Dezember 6th, 2017

Astheimer

book-reading-reading-a-book-cov

In der letzten Woche vor Weihnachten wird Jörg Astheimer noch Mal eine Weihnachtsgeschichte mit auf den Weg nehmen und in der Selzerbachschule in Karben zu Besuch sein. Für alle Schülerinnen und Schüler gilt es, ein paar Minuten abzuschalten und die Schulwoche mit einer Geschichte zu beginnen.

Jedes Jahr organisiert die Selzerbachschule im Dezember kleine Lesungen, mit denen die Kinder auf Weihnachten eingestimmt werden. Nachdem die letzten Monate auch bei uns vor allem medial bestimmt waren und digitale Kindermedien im Vordergrund standen, freuen wir uns schon darauf abzuschalten und eine schöne Weihnachtsgeschichte zu erzählen.

Pressegespräch mit Jürgen Schenk von der Wetterauer Zeitung über Digitale Medien und Kinder

Dezember 4th, 2017

Astheimer

ifm_002

Unsere Workshops und Vorträge, die wir zwischen den Herbst- und Winterferien an verschieden Schulen in der Region gehalten haben, runden wir nun mit einem Pressegespräch mit der Wetterauer Zeitung ab. Jürgen Schenk wird zu Besuch bei uns sein und mit Jörg Astheimer über die Herausforderungen für Eltern und Kinder sprechen, um mit digitalen Medien als Schüler gesund umzugehen.

Da die Zusammenarbeit mit Vertretern der Krankenkasse (BKK VBU), Schulleitungen, Schulsozialarbeit, Lehrerinnen/Lehrern und der Caritas als Träger der Nachmittagsbetreuung stattgefunden hat, ist ein umfangreicher Eindruck entstanden, wie Grundschulkinder gegenwärtig mit Smartphone und Tablet aufwachsen, welche Risiken sie begleiten und wie man sie unterstützen kann..